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Noah Dormann ist Landessieger

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Mit seinem Projekt »Materialprüfanlage für Elastomere« überzeugte Noah Dormann vom Chiemgau-Gymnasium die Jury. (Foto: Wacker Chemie AG)

Beim 53. Schülerwettbewerb »Jugend forscht« auf Landesebene haben elf Forschungsprojekte bayerischer Schüler die Jury mit ihren Arbeiten besonders überzeugt. Mit seinem Projekt »Materialprüfanlage für Elastomere« ist auch Noah Dormann vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein einer der glücklichen Landessieger.

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Der neue Bildungsminister Bernd Sibler gratulierte den Schülern zu ihrem Erfolg: »Unsere Nachwuchsforscherinnen und -forscher haben sich mit großem Engagement und Interesse in mathematische, naturwissenschaftliche und technische Themen eingearbeitet und beeindruckende Arbeiten vorgelegt. Sie haben Fachwissen und Ideenreichtum bewiesen sowie Durchhaltevermögen und Forschergeist gezeigt.«

Noah Dormann aus Nußdorf überzeugte die Jury mit seinem Projekt in der Fachrichtung Technik. Der Elftklässler entwickelte und konstruierte eigenständig einen Materialprüfstand zur Untersuchung des physikalischen Verhaltens von Elastomeren, zum Beispiel Gummis. Dabei gelang es ihm, Messgrößen wie Kraft, Winkel oder Drehmoment mit sehr hoher Genauigkeit zu bestimmen. Eigentliches Ziel war dabei, eine optimale Einstellung des Gummimotors für das Saalfliegen zu finden. Darüber hinaus erstellte der 16-Jährige noch eine exakte mathematische Modellierung des Aufziehverhaltens von Gummis.

In einem Interview sagte Noah Dormann zu seinem Sieg: »Voll unglaublich, ich hätte nicht gedacht, dass ich das wirklich mal schaff. Ich habe ja schon viermal teilgenommen, natürlich immer mit dem Ziel weiterzukommen. Und es freut mich natürlich riesig, dass ich jetzt mal zum nächsten Wettbewerb darf.«

Der Nußdorfer erhielt auch noch zwei Sonderpreise. Er freut sich über ein Forschungspraktikum am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik. Von der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung bekam der 16-Jährige einen Geldpreis in Höhe von 150 Euro.

Die Preisträger führen ihre Projekte als nächstes beim Bundeswettbewerb »Jugend forscht« vom 24. bis 27. Mai in Darmstadt vor. Beim Landeswettbewerb in München präsentierten 79 Schüler insgesamt 59 Projekte, von denen die meisten aus den Fachgebieten Physik, Biologie und Mathematik/Informatik stammten. Bayernweit haben sich in diesem Schuljahr 2000 Schüler bei »Jugend forscht« angemeldet und 490 Arbeiten eingereicht. Die Siegerarbeiten spiegeln die Vielfalt der naturwissenschaftlichen Themen wider: Die Schüler haben u. a. eine physikalische Untersuchung beim Bogenschießen durchgeführt und eine eigene Programmiersprache entwickelt. jar