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Nimmersatte Raupe vernichtet Buchsbäume

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Nur fünf Zentimeter lang, aber sehr gefräßig: Die Raupen des Buchsbaumzünslers tauchen auch in der Region immer mehr auf Buchsbäumen auf. Sie haben eine gelbgrüne bis dunkelgrüne Grundfärbung und weisen schwarze und weiße Streifen mit schwarzen Flecken auf.

Sie ist grün, gefräßig und giftig: die Raupe des Buchsbaumzünslers. Die Insekten stammen aus dem Osten Asiens, aus Japan, China und Korea, und wurden über den Pflanzenhandel eingeschleppt. Die Raupe vernichtet die hiesigen Buchsbäume und breitet sich ungestört aus. Natürliche »Feinde hat der Schädling nicht«, erklärt Georg Unterhauser, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege am Traunsteiner Landratsamt.


Seit 2007 frisst sich der Buchsbaumzünsler durch Deutschland. Die weißen Falter mit dem schwarzen Saum legen ihre Eier gezielt auf Buchsbäumen ab. Dass der Schädling auch in der Region angekommen ist, zeigt ein Beispiel aus dem Friedhof in Laufen. Dort haben die gefräßigen Raupen bereits zahlreiche Buchsbaumkugeln und Buchseinfassungen vernichtet. Sie haben keine natürlichen Feinde. Nicht nur, weil sie den einheimischen Tieren noch fremd sind, sondern weil sie ihnen auch nicht schmecken. Der Buchsbaum ist giftig, deshalb wollen die Vögel nicht an die Raupen. »Meisen wird sogar richtig schlecht, wenn sie die Raupen fressen«, so Unterhauser.

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Die Raupen – sie sind leuchtend grün und bis zu sechs Zentimeter groß – leben versteckt zwischen zusammengesponnenen Blättern. Findet man angefressene Blätter und Gespinste mit grünlichen Kotkrümeln, ist dies ein Alarmsignal. Mit etwas Geduld ist dann auch die Raupe zu finden. Am besten gelingt dies bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen. Georg Unterhauser rät: »Am besten nimmt man ein weißes Blatt Papier und hält es unter den Buchsbaum. Dann schlägt man mit der anderen Hand oder mit einem Stock gegen den Buchs«. Die Raupen fallen dann auf das Papier und können so »entsorgt« werden. Um auch die Eier und jungen Larven zu erwischen, sollte die Pflanze aber kräftig zurückgeschnitten werden. »Das Schnittgut dann aber nicht auf den Kompost werfen, sondern in Folie verpackt in den Hausmüll geben«, so der Gartenexperte.

Wichtig sei aber eine frühzeitige und regelmäßige Kontrolle, um einen möglichen Befall sofort zu entdecken. Dabei sollte man vor allem die inneren Bereiche der dichten Pflanzen ins Visier nehmen. Eine wirksame Bekämpfung durch Spritzmittel wird durch die dichte Gespinstbildung aber schwer.

Wer eine Spritzlösung einsetzt, sollte die Mittel mit möglichst hohem Druck und in entsprechender Menge ausbringen.