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»Nichts dran«

3.2
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Traunstein – Für Unruhe sorgt derzeit ein Gerücht in Traunstein und Umgebung, wonach eine junge Frau von bis zu fünf dunkelhäutigen Männern vergewaltigt worden sein soll. Und dem noch nicht genug: Da die Täter bereits gefasst sind, sollen Polizei und Staatsanwaltschaft momentan alles tun, um den Vorfall vor der Öffentlichkeit geheim zu halten.


»Immer wieder hören wir von solchen Gerüchten an denen nichts dran ist«, sagt Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Dies treffe auch auf die Schilderungen von der Gruppen-Vergewaltigung in Traunstein zu. »Wir hätten darüber berichtet«, ergänzt Sonntag, der unter anderem für die Pressemeldungen der Kripo Traunstein zuständig ist.

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Auch bei der Staatsanwaltschaft in Traunstein läuft laut Pressesprecher Björn Pfeifer momentan kein Verfahren aufgrund einer Vergewaltigung in Traunstein oder Umgebung, in das bis zu fünf Männer involviert sind.

Der starke Zustrom an Flüchtlingen sorgt immer wieder für Ängste unter der Bevölkerung und löst dementsprechend auch viele Gerüchte aus. Einen »Maulkorb« für die Pressestelle der Polizei gäbe es für Meldungen mit Asylbewerbern aber nicht, so Sonntag. »Wir gehen sogar sehr offen damit um.«

Auflagen für die Berichterstattung gäbe es von Polizeipräsidenten Robert Kopp keine – jedoch eine Richtschnur: Diese besagt laut Sonntag, dass neutral berichtet wird und mit Meldungen über Flüchtlinge und Asylbewerber nicht anders verfahren wird, als hätte die Tat ein Einheimischer begangen. apo