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»Nicht nur mit den Augen schauen«

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Nicht nur mit den Augen schauen: Den Erklärungen des Audioguide, die Hubert Braxenthaler sen. (2. von rechts), mit dem Smartphone vorführte, folgten interessiert (von links) Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Hartl, Pfarrer Otto Stangl, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gisela Hunklinger und Kirchenpfleger Konrad Fegg. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. Wenn der Kirchenbesucher die Pfarrkirche St. Georg betritt, kann er am Eingang beim Schriftenstand ein kleines Plakat entdecken. Darauf eine quadratische Matrix, ein sogenannter »Quick Response«-Code: Moderne Informationstechnik hat in St. Georg Einzug gehalten, denn dieser QR-Code stellt über ein Smartphone die Verbindung zu einer Mediendatei mit dem Audioguide her und ermöglicht somit eine Hörführung durch die Kirche.


Produziert hat den Audioguide das katholische Medienhaus St. Michaelsbund. Die Textvorlagen lieferte Hubert Braxenthaler sen., ein versierter Kirchenführer, zusammen mit Pfarrer Otto Stangl. Erfahrene Redakteure und professionelle Sprecher haben daraus die Führung entwickelt und umgesetzt, die Bedürfnisse und Hörgewohnheiten der Nutzer im Blick. Von der Kirchenstiftung wurden dafür rund 500 Euro investiert, bestätigte Kirchenpfleger Konrad Fegg. Von der neuen Möglichkeit der Kirchenführung überzeugten sich auch Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat. Braxenthaler demonstrierte dabei die Vorgehensweise: »Einfach den QR-Code mit dem Smartphone einscannen und dann geht’s auch schon los«. Somit sind die Erklärungen für den »Dom des Chiemgaus« schnell und unkompliziert nutzbar. Die Führung ist knapp neun Minuten lang und erklärt dem Hörer die Geschichte der Kirche und ihre Besonderheiten kurz und knapp. Ganz bewusst wurde auf Fachbegriffe verzichtet, die Kirchengeschichte aber dafür lebendig geschildert. Der Besucher kann das Tempo selbst vorgeben und somit die St.-Georg-Kirche in aller Ruhe erforschen.

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Für Pfarrer Otto Stangl ist diese neue Führung nicht nur ein Service für die Touristen, die nach Ruhpolding kommen. »Auch Einheimische können ihre Pfarrkirche damit noch besser kennenlernen«, ist er der Überzeugung. »Bei der Besichtigung der Kirche ist es jetzt möglich, nicht nur mit den Augen zu schauen, sondern auch das Gesehene erklärt zu bekommen«, sagte er. Der Audioguide wird kostenlos zur Verfügung gestellt, lediglich die Gebühren des Mobilfunkanbieters für das Smartphone sind zu entrichten. hab