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»Nicht nur äußerlich siehst du Jesus gleich«

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Als Antrittsgeschenk erhielt Neudiakon Harald Schillmeier (links) ein persönliches Evangeliar, das beim Gottesdienst auch gleich Verwendung fand. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. Wie ein Neupriester seine Primiz, so konnte Harald Schillmeier am Erntedankfest seine Diakonenweihe in seiner Heimatgemeinde Ruhpolding feiern. »Es ist eine 'Diakoniz' die unser Harald heute begehen kann«, sagte dazu mit einem Schmunzeln Pastoralreferent Georg Gruber. Tags zuvor hatte Schillmeier nämlich seine Weihe im Münchner Liebfrauendom von Erzbischof Reinhard Marx empfangen.


Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Otto Stangl. Ihm zur Seite standen der neue Diakon, Pastoralreferent Georg Gruber und Josef Eixenberger als ehemaliger Diakon in Ruhpolding. Pfarrer Albert Keller aus Fussingen fungierte als Konzelebrant, denn der Frauenchor aus dem Ort im Landkreis Limburg gestaltete gemeinsam mit dem Frauensingkreis Ruhpolding in der Pfarrkirche St. Georg musikalisch die Messe.

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»Danken ist der tiefere Sinn des heutigen Gottesdienstes«, sagte Pfarrer Stangl. Nicht nur, dass am Ernstdankfest für die Gaben gedankt werde, sondern noch zwei weitere Gründe sprechen für das Fest. Der vor 25 Jahren vom Ruhpoldinger Kirchenmusiker Richard Krekel gegründete Gastchor aus Fussingen könne auf sein Jubiläum zurückblicken und der Ruhpoldinger Harald Schillmeier habe seine Diakonenweihe erhalten. »Ich bin Harald dankbar, dass er die Aufgaben des Diakons übernommen hat«, sagte der Seelsorger in seiner Predigt und ergänzte: »Erntedank bedeutet nicht viel zu reden, sondern zu danken«. Als Überraschung überreichte er daraufhin dem Neudiakon als Antrittsgeschenk ein persönliches Evangeliar.

Nach dem Gottesdienst kam die Pfarrgemeinde zu einem Stehempfang im Pfarrzentrum zusammen, bei dem die Gäste mit dem 40-jährigen verheirateten Diakon ganz persönliche Worte wechseln konnten. Mit dabei waren natürlich auch seine Ehefrau Andrea und die beiden Kinder.

Der gelernte Mauerer sei zunächst vom mittlerweile verstorbenen Diakon Wolfgang Helminger auf seinem neuen Berufsweg begleitet worden, bestätigte Schillmeier. »Bereits in den ersten Gesprächen mit ihm hat er mich animiert, Diakon zu werden und dieser Gedanke ist in mir gewachsen und gereift«. Jetzt ist Schillmeier vom Ordinariat zur Seelsorge im Pfarrverband Siegsdorf angewiesen worden.

»Mein Vater hätte wahrscheinlich gesagt, nicht nur äußerlich siehst Du Jesus gleich, sondern auch innerlich bist Du ihm sehr nahe«, sagte mit einem verschmitzten Lächeln Bürgermeister Claus Pichler in seinen Grußworten. Als Geschenk überreichte er Schillmeier eine Ruhpoldinger Uhr und der »Kirchabiche-Viergesang« überbrachte noch einen musikalischen Gruß. hab