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»Nicht alles schlechtreden«

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Ruhpolding. Mit einer Wahlveranstaltung im Gasthaus Miesenbach hat die Ruhpoldinger SPD gezielt die Anwohner von Miesenbach und die Vermieter in der Gemeinde angesprochen. Landratskandidat Sepp Konhäuser und Bürgermeister Claus Pichler setzten dabei Zukunftsperspektiven für den Tourismus in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen.


Anton Krutzenbichler meinte, dass der Tourismus »nicht alles sein kann«. Gewerbegebiete, auf denen sich Firmen ansiedeln können, wären ein weiteres Standbein für Ruhpolding. Gerhard Hallweger versteht nicht, warum man nicht noch besser mit den anderen Fremdenverkehrsgemeinden im Feriendreieck kooperiert. »Ich wäre für den Zusammenschluss dieser drei Gemeinden«.

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Landratskandidat Sepp Konhäuser sagte, das Hauptproblem des Chiemgau Tourismus seien die rund 15 000 Betten, die im Landkreis verloren gegangen seien. Darüber hinaus sei es schwierig, gerade für gute Hotels Investoren an Land zu ziehen. »Wir müssen uns im Feriendreieck gemeinsam auf die Beine stellen. Die Kirchturmpolitik muss weg«, stellte Konhäuser darum fest.

Zukünftig müssten für touristische Einrichtungen neue Finanzierungskonzepte erstellt werden, betonte Pichler. So sei zum Beispiel für den Unternberg ein Mix aus Verpachtung an eine Betreibergesellschaft, professioneller Eigenregie und ehrenamtlicher Tätigkeit ein guter Lösungsansatz. »Nur weil es den Tourismus gibt, haben unsere Kinder auch die Möglichkeit, am Schwimmunterricht teilzunehmen.«

Der Bürgermeister betonte abschließend, dass Ruhpolding, trotz der schmerzlichen Einbrüche im Fremdenverkehr im vergangenen Jahr, immer noch die meisten Übernachtungen im Chiemgau habe. »Ich finde es nicht gut, wenn alles nur schlechtgeredet wird!«

»In Vordermiesenbach wurde in den letzten 20 bis 30 Jahren viel Bebauung verwirklicht«, meinte Bürgermeister Claus Pichler. Allein aus der ehemaligen »Lungenheilstätte« sei mit dem Heilpädagogischen Zentrum und der St. Valentinschule eine »vorbildliche Einrichtung« entstanden.

Schließlich kamen die Diskussionsteilnehmer noch auf einige Punkte zu sprechen. »Die wilde Grüngutdeponie in Vordermiesenbach ist ein Problem«, mahnte der Rathauschef an und die teilweise fehlenden Hinweisschilder Richtung Miesenbach wurden vom Wirt des Gasthauses angesprochen. Michael Mayer meinte dazu, dass das »System Hinweisschilder auf den Prüfstand muss«. hab