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Nicht alle Einfriedungen gefielen

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Waging am See. Um Einfriedungen aller Art ist es bei mehreren Einzelbauanträgen in der jüngsten Sitzung des Waginger Bauausschusses gegangen: Bretterwand, Lärmschutz, Hecke und Stützmauer waren beantragt worden – der Ausgang war recht unterschiedlich. Die die Ausschussmitglieder unter Leitung von Zweitem Bürgermeister Hans Kern segneten nicht alles ab.


Zwar nachträglich genehmigt, aber doch etwas »beschnitten« wurde ein Zaun, der bereits auf einem Grundstück am Dobelbach bei Feichten steht. Der Zaun dürfe, so hieß es, die Höhe von 1,20 Meter nicht überschreiten, zumindest so weit er wegen der Hochwasserschutzmauer von außen sichtbar ist. Tatsächlich ist der Zaun, eine 40 Meter lange Bretterwand, zwischen 2,50 und drei Meter hoch, wie das Landratsamt bei einer Baukontrolle festgestellt hatte, und er ist ohne Baugenehmigung errichtet worden. Eine nachträgliche Genehmigung in der jetzigen Höhe sei, so die Stellungnahme der Waginger Bauverwaltung, aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Jetzt muss der Besitzer den Zaun kürzen.

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Einstimmig abgelehnt wurde der Antrag, an der Gotenstraße im Baugebiet »Römerterrasse« eine Lärmschutzwand zu errichten. Der Antragsteller hatte vor, eine Gabionenwand von 1,80 Meter Höhe aufzustellen. Dies sei aber nicht möglich, hieß es im Bauausschuss, da der Bebauungsplan nur Maschendrahtzäune von maximal 80 Zentimetern Höhe zulasse. Ein Zaun von 1,80 Meter Höhe, so wurde im Ausschuss festgestellt, sei in einem Wohngebiet »nicht ortsbildverträglich«.

Ein Antragsteller darf an seiner Grundstücksgrenze im Fischinger Weg eine Ligusterhecke errichten; dagegen hatte der Bauausschuss nichts einzuwenden. Allerdings wurde ihm zur Auflage gemacht, die Hecke in einem ausreichenden Abstand – die Rede war von mindestens einem Meter – zur Straße zu pflanzen, damit sie nicht in die Verkehrsfläche hineinwächst.

Der Bau einer 30 Zentimeter hohen Stützmauer auf einem Grundstück an der Rosenstraße bewilligte der Ausschuss ebenso. Ursprünglich geplant hatten die Antragsteller eine 40 Zentimeter hohe Natursteinmauer, um den Geländeunterschied zur Rosenstraße hin auszugleichen. Das erschien dem Ausschuss als zu hoch, zumal laut Bebauungsplan eine Mauer überhaupt nicht zulässig sei. Mit einem etwas niedrigen Mäuerchen konnte sich der Ausschuss schließlich aber einstimmig anfreunden. Die notwendige Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans wurde gewährt. Der ein Meter breite Randstreifen neben der Fahrbahn, so ein Hinweis, müsse aber frei gehalten werden. he