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Aber es kam nicht so schlimm, wie vom Deutschen Wetterdienst angekündigt – Mehrere Unfälle

Neuschnee behinderte den Verkehr auch auf der Autobahn

Die vom Wetterdienst ausgegebene Unwetterwarnung mit einem halben Meter Neuschnee erfüllte sich im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Siegsdorf zu Silvester nicht. Es schneite zwar fortwährend, weshalb die Räum- und Streudienste der Autobahnmeisterei im Dauereinsatz waren. Sie konnten so einen »den winterlichen Verhältnissen angepassten Verkehrsfluss gewährleisten«, wie die Polizei schreibt.

Behindert war der Verkehr zum Jahreswechsel auch auf der Autobahn zwischen Bernau und Landesgrenze. Trotz Großeinsatzes von Räum- und Streudiensten gelang es angesichts der starken Schneefälle nicht immer, die Fahrbahnen freizuhalten. (Foto: FDL/Lamminger)

Die Autobahnpolizei musste nur zu wenigen Unfällen ausrücken. Der schwerste ereignete sich am gestrigen Neujahrstag um 2 Uhr früh zwischen Felden und Bernau in Fahrtrichtung München. Ein 26-Jähriger aus dem Raum Rosenheim fuhr mit seinem Audi in eine dichte Nebelwand und bremste. Die 25-jährige Fahrerin eines VW Golf dahinter nahm dies zu spät wahr und fuhr nahezu ungebremst auf den Audi auf.

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Durch die Wucht des Aufpralls wurden sowohl die beiden Insassen des Audi als auch die drei Personen im Volkswagen teils schwer verletzt und mussten in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert werden. An den Autos entstand Schaden von etwa 12 000 Euro.

Vier nachfolgende Fahrzeugführer konnten ihre Autos noch vor der Unfallstelle zum Stehen bringen. Ein 49-jähriger VW-Fahrer aus dem Landkreis Miesbach nahm die Situation jedoch zu spät wahr und schob die vor ihm befindlichen Fahrzeuge aufeinander.

Der ihm nachfolgende Fahrer eines Audis, ein 38-jähriger Rosenheimer, konnte gerade noch ein Ausweichmanöver einleiten, sodass er zwar nicht auf den Vordermann auffuhr, jedoch zwischen den Fahrzeugen und der Leitplanke stecken blieb. Der Gesamtsachschaden dieser beiden Unfälle beläuft sich auf etwa 40 000 Euro.

Am Vortag war ein 62-jähriger Kroate mit Sommerreifen unterwegs. Am Beginn des Voglinger Waldes drehte sich das Fahrzeug, kam nach rechts von der Autobahn ab und blieb im Schnee stecken. Mit Unterstützung einer zufälligen vorbeikommenden Streife der Bundespolizei schafften die Autobahnpolizisten den unbeschädigten Ford zurück auf die Straße. Der anschließende Versuch, die mitgeführten Schneeketten zu montieren, scheiterte an deren zu kleiner Größe, sodass die Polizisten die Weiterfahrt untersagten. Das Auto wurde verkehrssicher geparkt und ein Bußgeldverfahren gegen den Kroaten eingeleitet.

Anschließend wollte dieser mit einem vorausfahrenden Landsmann weiterfahren, der jedoch im Eifer des Gefechts während der Bergungsarbeiten das Licht an seinem Auto nicht ausgeschaltet hatte. Deshalb hatte die Batterie schlapp gemacht. Aber auch hier konnten die Beamten helfen und das Fahrzeug wieder flott machen.

An Silvester um 0.45 Uhr kam ein 31-jähriger Rumäne mit seinem Mercedes Sprinter kurz vor der Achenbrücke bei Übersee in Richtung Salzburg ins Schleudern und beschädigte dadurch sein Fahrzeug sowie die  rechte Leitplanke erheblich. Entgegen der Fahrtrichtung kam der Kleinlaster auf dem Standstreifen zum Stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Wagen musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 7500 Euro. fb