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Neun neue Bauplätze für Einheimische in Reit im Winkl

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Neues Bauland: Geht es nach dem Willen des Reit im Winkler Gemeinderates, könnten hier bald Wohnhäuser gebaut werden. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Im vergangenen Herbst hatte sich der Gemeinderat nach längerer Diskussion auf die Fassung eines Familienansiedlungsmodells verständigt, womit insbesondere ein Akzent gesetzt werden sollte gegen die seit Jahren rückläufige Bevölkerungsanzahl. Immer wieder wurden seither Anfragen nach Baugrundstücken in der Verwaltung verzeichnet – allerdings stand der Gemeinde nicht immer genügend Baulandfläche zur Verfügung. Dies hat sich seit der jüngsten Gemeinderatssitzung nun geändert: Jetzt sollen gleich zehn Bauparzellen für Einheimische entstehen, weitere neun Bauplätze sind für den Verkauf auf dem freien Immobilienmarkt vorgesehen.


Ausgewiesen werden sollen dazu zwei verschiedene Areale in der Entfeldener Straße und im Bereich des Gasteigs, die jeweiligen Anträge der Grundstücksbesitzer erreichten die Verwaltung vor wenigen Wochen beinahe zeitgleich. Um Detailfragen zu diesen Anträgen klären zu können, hatte der Gemeinderat vor wenigen Tagen eigens eine nichtöffentliche Sondersitzung einberaumt. Beide Vorhaben wurden vom Gemeinderat jetzt ohne Gegenstimme befürwortet. Dem Projekt in der Entfeldener Straße liegt dabei eine fundamentale Betriebsumwandlung zugrunde: So soll das alteingessene Sägewerk beim »Neubauer« stillgelegt und abgerissen werden. Entstehen soll stattdessen für die Sägewerksbesitzerin und Antragstellerin mit einem großflächigen Campingplatz eine neue Existenzgrundlage. Über 100 Stellplätze auf einer Gesamtfläche von 1,6 Hektar sind dabei vorgesehen. Des Weiteren soll aber auch Bauland mit insgesamt neun Parzellen ausgewiesen werden. Während fünf davon für Einheimische, und damit zu sehr günstigen Konditionen reserviert sind, sollen vier weitere Parzellen in den freien Markt gelangen. Am südlichen Rand der gesamten Fläche, also unmittelbar an der Bundesstraße zum Donnersgattern hin ist eine etwa 5000 Quadratmeter große Fläche als Gewerbegebiet geplant, in unmittelbarer Nähe befinden sich bereits Betriebe.

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In der Diskussion des Gemeinderats um dieses Projekt begrüßten mehrere Sprecher diese Ausweisung, allerdings wurde auch angeregt, einen »fachkundigen Rechtsanwalt« hinzuzuziehen, so Georg Speicher (Freie Wähler). Im Bebauungsplanverfahren müsse zudem »die Gebäudegröße und die Anzahl der Vollgeschosse genau geregelt werden«, regte Andreas Mühlberger (Freie Wähler) an. Wesentlich war für Gemeinderat Matthias Schlechter (CSU) die Tatsache, dass man nach Verabschiedung dieses Vorhabens »interessierten Familien sofort entsprechende Grundstücke anbieten« könne.

Weitere zehn Bauplätze wurden für ein Gelände am Gasteig beantragt, dazu hatten drei Grundstücksbesitzer einen gemeinsamen Antrag eingereicht. Das Gebiet war bereits vor über 20 Jahren als Bauland vorgesehen, damals scheiterte die Realisierung allerdings an einer nicht gesicherten Zufahrtsstraße. Diese Zufahrt konnte die Gemeinde jetzt erwerben, weswegen einer Ausweisung als Bauland nichts mehr im Wege steht. So sollen dort weitere zehn Grundstücke für Einfamilienhäuser ausgewiesen werden, jeweils fünf für Einheimische und fünf frei verkäufliche Bauplätze. Wie aus der Erklärung der Gemeindeverwaltung, welche der Bürgermeister in der Sitzung verlas, zu entnehmen war, sehe die Regierung von Oberbayern, dass »die geplante Wohnbaufläche mit den Erfordernissen einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung in Einklang gebracht werden« könne. Grundsätzlich befürwortete der Gemeinderat aber auch diese Bauland-Neuausweisung einstimmig ost