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Neun Gruppen in neun Lokalen

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Die »Backseat Aces« rockten den Jugendtreff. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Musikfreunde aller Altersstufen und Musikgeschmäcker kamen bei der »Nacht der Musik« in Waging wieder auf ihre Kosten. Ob jemand mehr Lust hatte auf gemütliche Lagerfeuermusik oder mehr auf Austria-Pop, ob ihm eher nach Liedermacher war oder doch nach harter Rockmusik: In der von Organisator Günter Wimmer getroffenen Auswahl war für jeden etwas dabei. Und es wurde – zumindest in einigen der neun Lokale – bis in den frühen Morgen hinein musiziert und gefeiert.


Besonders angetan war diesmal Markus Oswald. In seinem Café spielten die drei Mädels der Gruppe »De Sibs« gefühlvoll und rockig, mit Gitarren, Bass und Percussion. »Das war bisher die beste Nacht der Musik«, schwärmte er. »Die Leute standen sogar in den Gängen.« Die Mädels seien vom Publikum auch sehr gelobt worden: »Die nehm ich wieder«, meinte Oswald. Gut was los war auch beim Unterwirt: Bei Espresso Rosi und ihrer Mischung aus Ambros, Fendrich, STS und Danzer gibt es sowas wie eine Mitsing-Garantie – schließlich kennt die Songs fast jeder.

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Ein Garant für beste Stimmung ist auch die Gruppe Club 3, die wie immer das Publikum im Forum Italicum zum Tanzen brachte, bis lang nach Mitternacht. Seine Freude hatte das Publikum an der kleinen Valentina, die unermüdlich ganz allein und selbstvergessen zur Musik der Gruppe tanzte.

So richtig abgerockt wurde im Jugendtreff – diesmal allerdings mit deutlich weniger jungen Leuten als sonst, wie Jugendpflegerin Michaela Weber bedauerte. Das tat aber der Begeisterung, mit der Mathias Mayer, Lukas Fenninger, Arthur Detlov und Schlagzeuger Xaver Haunerdinger von der Gruppe Backseat Aces Musik machten, keinen Abbruch – auch nicht der Lautstärke. Ganz anders war das Programm im Gasthaus Seerose, wo bayerische Wirtshaus-Musi angesagt war. Der Besuch war sehr ordentlich, und die Leute fühlten sich von den Musikanten, unterstützt von Schorsch Schneider mit seinen rasant geschlagenen Löffeln, bestens unterhalten.

So kamen die Besucher in allen neun Lokalen auf ihre Kosten. Wie allgemein festgestellt wurde, seien auch viele auswärtige Leute in ganz verschiedenen Altersstufen nach Waging gekommen – ganz im Sinn von Günter Wimmer, der bei der »Nacht der Musik« immer auch den Begegnungsfaktor heraushebt, denn hier kommen Menschen zusammen, die sich sonst eher selten treffen. Gerade bei der Nacht der Musik hat man Lust und Gelegenheit zum Wandern – nicht nur zwischen verschiedenen Lokalen, sondern zwischen ganz verschiedenen Musikstilen. Und da hört man sich dann auch mal eine Gruppe oder Musikrichtung an, zu deren Konzert man sonst nicht eigens hingehen würde.

So bekamen Besucher im Bistro Bacchus »Roll the dice« zu hören mit Lagerfeuersongs und Klassikern, im Kupferkessel war Nostalgie angesagt mit Liedern von Hannes Wader und Konstantin Wecker, ebenso im Gleis 7 mit dem Kneipentrio. Im Dolomiti unterhielt Dominik Schauer mit seinem musikalischen Soloprogramm.

So war es alles in allem wieder eine schöne Nacht, wenn auch der Besuch nicht ganz so gut war wie in den letzten Jahren. he