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Neun Bauparzellen in Truchtlaching geplant

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Auf dem landwirtschaftlichen Grundstück an der Pattenhamer Straße in Truchtlaching wird ein  Neubaugebiet mit insgesamt zwölf Bauparzellen  ausgewiesen.  Neun  Grundstücke  werden von der  Gemeinde  im  sogenannten  Einheimischen-Modell  vergeben. Die Erschließung soll noch in diesem Herbst erfolgen. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Das neue Wohnbaugebiet »Kobelreut« an der Pattenhamer Straße in Truchtlaching soll im Herbst erschlossen werden. Auf dem landwirtschaftlichen Grundstück am östlichen Ortsende von Truchtlaching werden insgesamt zwölf Bauparzellen ausgewiesen. Um die Erschließungsarbeiten zügig abzuwickeln, soll der Auftrag an eine Baufirma bis Mitte September vergeben werden. Wenn alles reibungslos läuft, könnte noch heuer mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.


Wegen der Sitzungspause im August verständigte sich der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien darauf, Bürgermeister Bernd Ruth zu ermächtigen, den Auftrag an den Mindestbieter zu vergeben. Nach Angaben der Verwaltung sollen fünf Firmen angeschrieben werden. Von den zwölf Grundstücken werden neun von der Gemeinde im sogenannten Einheimischen-Modell vergeben, drei davon befinden sich im Privatbesitz. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung stehen die Bewerber bereits Schlange. Wie Ruth erklärte, gebe es jetzt schon mehr Bewerber als Grundstücke zur Verfügung stehen. Die Bewerbungen laufen aber noch bis Ende Juli.

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Die Grundstücke, die im Einheimischen-Modell vergeben werden, sind zwischen 500 und 700 Quadratmeter groß und kosten pro Quadratmeter erschlossen 159 Euro. Die Bewerber für diese Grundstücke müssen allerdings die Auflagen eines Kriterienkatalogs erfüllen. Unter anderem müssen sie mindestens seit zehn Jahren in der Gemeinde leben. Über die Vergabe der Grundstücke wird per Los entschieden. Um sich im Vorfeld der Vergabe ein persönliches Bild von den Bauwerbern zu machen, sollen diese zu einem persönlichen Gespräch ins Rathaus eingeladen werden.

Der Gemeinderat war sich mit knapper Mehrheit darüber einig, dass die Bewerber-Gespräche mit dem Gesamtgremium geführt werden sollen. Der Vorschlag, die Gespräche nur mit den Vertretern des Bauausschusses zu führen, wurde mit ebenso knapper Mehrheit abgelehnt. »Mit der Familie zu reden, kann nicht schaden«, sagte Franz Wörndl (CSU). Dritter Bürgermeister Andreas Dorn (FW) und Hans Huber (FW) hingegen äußerten sich skeptisch. Die Bewerber nach dem Gesicht auszuwählen, sei seines Erachtens problematisch und schwierig, sagte Dorn. Huber vertrat die Auffassung: »Brauchat´s ned, aber i konn damit leben.« Dass die Gespräche mit den Bauwerbern hinter verschlossenen Türen stattfinden, verstehe sich von selbst, hieß es. Das Gleiche gilt für die Bauwerber, die sich für ein Grundstück im Einheimischen-Modell in »Seeon Nord VI« interessieren. Auch diese Bewerber werden zu einem Vorgespräch gebeten. Am nördlichen Ortsrand von Seeon werden zehn Bauparzellen ausgewiesen. Vier davon behält sich der   Verkäufer des Grundstücks vor und sechs Grundstücke stehen der Gemeinde zur Verfügung. ga