Neujahrsempfang von Stadt und Kirchen

Bildtext einblenden
Oberbürgermeister Christian Kegel, der Kammerer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Alois Gartner und Stadtpfarrer Georg Lindl (von links) stießen  beim Neujahrsempfang im Pfarrheim Kammer auf ein gutes neues Jahr an.

Traunstein – Der gemeinsame Neujahrsempfang der Traunsteiner Kirchengemeinden und der Stadt Traunstein fand diesmal im Pfarrheim in Kammer statt. Dabei würdigte Oberbürgermeister Christian Kegel die Arbeit der Kirchengemeinden, der kirchlichen Einrichtungen und Gemeinschaften in der Stadt. Sie alle würden einen wichtigen Beitrag zum guten Miteinander leisten. »Sie beteiligen sich an der sozialen Stadtentwicklung, die ebenso wichtig ist wie die bauliche und wirtschaftliche.« Mit ihren Einrichtungen wie Kindergärten und Altenheimen seien die kirchlichen Gemeinschaften für Traunstein unverzichtbar.


»Welt, wo gehst du hin?«

Anzeige

Kegel brachte vor seiner offiziellen Ansprache zum Ausdruck, dass ihm eigentlich nicht zum Feiern zumute sei, wenn man die Ereignisse in Paris sehe. Er frage sich »Welt, wo gehst du hin?« Er wünsche sich, dass Friede und Normalität in der Welt einkehren mögen.

Dem Empfang vorausgegangen war eine Vesper in der Kammerer Pfarrkirche, die Stadtpfarrer Georg Lindl mit Pastoralreferent Robert Hintereder abhielt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier in der der Kirche von der Gruppe TonArt.

Zum vierten Mal in Kammer

Organisator des anschließenden Empfangs war der Pfarrgemeinderat Kammer. Die Veranstaltung fand bereits zum vierten Mal in Kammer statt. Man wechselt sich ab zwischen den vier katholischen Pfarrgemeinden, der evangelischen und der politischen Gemeinde.

Unter den mehr als 100 Gästen beim Empfang waren auch Vertreter der Stadt, der Schulen, der Kindergärten, der sozialen und karitativen Verbände sowie Vertreter der Kammerer Ortsvereine. Irene Ober (Harfe) und Maxi Klammer (Ziach) unterhielten sie mit bayerischer Musik.

Der Kammerer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Alois Gartner freute sich, dass trotz des Sturms so viele der Eingeladenen nach Kammer »geweht wurden«. Er stieß mit allen mit einem Glas Sekt auf ein gutes neues Jahr an. Gartner betonte, die Veranstaltung sei dieses Jahr besonders wichtig, da nach den Wahlen in den Pfarrgemeinden und in der Stadt einige neu in die Gremien gewählt wurden. Sie hätten heute die Gelegenheit, sich in ungezwungenem Kreise kennenzulernen und in freien Gesprächen ihre Gedanken auszutauschen.

Dazu trug auch ein Spiel bei: Jeder Teilnehmer bekam einen Anhänger mit einem Symbol (Dreieck, Viereck usw.). Die gleichen Figuren bildeten eine Gruppe. Gartner fragte zum Beispiel, in welcher Gruppe das »N« am häufigsten in den Vornamen vorkomme. Auf diese Weise lernten sich die Teilnehmer kennen.

Der Vorsitzende des gastgebenden Pfarrgemeinderats dankte den Frauen aus der ehemaligen Gemeinde Kammer für das Herrichten des opulenten Buffets, an dem sich die Gäste gerne bedienten.

Zur allgemeinen Erheiterung und Auflockerung trug der Sketch von Sebastian Schubeck bei. Er hielt Grußworte, die Altkanzler Helmut Kohl und der emeritierte Papst Benedikt bei dieser Veranstaltung so halten hätten können. Dabei zeigte der Kabarettist sein großes Talent als Stimmenimitator. Seine Rede als Papst Benedikt beendete er wie folgt: »Lassen Sie mich schließen mit meinen herzlichsten Wünschen, verbunden mit meinem apostolischen Segen für Sie alle. Ihren hochgeschätzten Oberbürgermeister Christian Kegel, der, wie Sie alle wissen, studierter Lateinlehrer ist, möchte ich mit einem Zitat des Kirchenlehrers Augustinus grüßen: Vale pelle bovis antiqua – zu Deutsch etwa: Pfüad Gott, alte Kuhhaut.«

So endete der Abend bei heiterer Stimmung und vielen guten Gesprächen. fb

Mehr aus der Stadt Traunstein