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Neugestaltung des Hotels Post wird konkret

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Der gebürtige Inzeller Franz Scheurl kaufte im vergangenen Jahr den Gebäudekomplex. Nun stellte er im Rahmen einer CSU-Veranstaltung seine Pläne für die neue Nutzung des Hotels Post den vielen Zuhörern vor. (Foto: Bauregger)

Inzell. Im Rahmen eines »Dorfgesprächs« des CSU-Ortsverbandes stellte der Käufer des ehemaligen Hotels Post in Inzell, Franz Scheurl, seine Ideen zur Umgestaltung und dem Wiederaufbau des teilweise abgebrannten Gebäudes vor. Bürgermeister Martin Hobmaier ergänzte den Vortrag um Details über die darüber hinaus geplante Neugestaltung der Inzeller Ortsmitte, in die das komplette umliegende Ambiente mit einbezogen werden soll.


CSU-Ortsvorsitzende Annette Schneider freute sich über das große Interesse der Inzeller Bevölkerung an dem Thema. Als wichtige Zukunftsthemen für die »Großfamilie Inzell« definierte Schneider zu Beginn drei Schwerpunktthemen: die Weiterentwicklung und Potenzialausschöpfung der Eishalle, die Festigung des Tourismus und die Neugestaltung des ehemaligen Hotels Post in der Ortsmitte.

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Bei Letzterem habe sich Bürgermeister Martin Hobmaier seit dem Brand im Mai 2007 intensiv um Lösungen bemüht, aber viele Niederlagen einstecken müssen. Dass der Komplex nun von Franz Scheurl, einem gebürtigen Inzeller, im vergangenen Jahr gekauft wurde, sei ein Glücksfall für die Gemeinde.

Der Gründer und langjährige Geschäftsführer der Fossil Europe GmbH geht mit viel Herzblut an die Sache heran, das wurde bei der Vorstellung seiner Ideen klar. Demnach soll der gesamte Komplex etwas verkleinert werden. Statt des Salettls ist ein schlichter Querbau Richtung St. Michaelkirche geplant. Dieser soll einen sakralen Charakter erhalten und eine Symbiose zwischen Kirche und Baubestand herstellen. In diesem Gebäude kann sich Scheurl eine Arztpraxis und einen kleinen Laden gut vorstellen.

Dort, wo jetzt die Baugrube Richtung Engelsberger eingezäunt ist, soll eine Tiefgarage und darauf ein offener Platz mit Biergarten entstehen. Außerdem ist der Umzug des Bekleidungsgeschäftes in den Hausteil an der Schmelzer Straße vorgesehen. In den jetzigen Verkaufsräumen soll dann eine Gastwirtschaft an die Tradition des Gasthauses Post anknüpfen.

Im jetzigen Bereich »Rochus« sind 13 Wohnungen geplant, die allesamt mit einer Dachterrasse versehen werden. Insgesamt wird der komplette Baukörper entkernt und auf den neuesten Stand der Bau- und Wohntechnik gebracht. Wenn die Genehmigung der Planungen von Gemeinderat und Behörden in den nächsten zwei Monaten abgesegnet werden, könnte laut Scheurl bereits im Mai die Tiefgarage fertig sein.

Bürgermeister Martin Hobmaier nahm die Gelegenheit wahr, die ergänzenden Überlegungen und Planungen zur gesamten Ortsmitte um das Hotel Post zu erläutern. Als generelle Probleme sieht das Gemeindeoberhaupt die Leerstände, hervorgerufen durch eine geringe Kaufkraft, die vielen Betreiberwechsel, den Kaufkraftverlust durch die Einkaufszentren etwa in Freilassing und Salzburg und vermehrte Einkäufe im Internet an.

Chancen, diesem Trend entgegenzuwirken, könnten sich durch eine engere Zusammenarbeit mit den Gewerbeverbänden in der Umgebung, einem verstärkten Angebot regionaler Produkte, Einkaufsnächten oder anderer Verkaufsförderaktionen ergeben.

Gemeinsam gelte es nun, Schritt für Schritt, mit allen betroffenen Geschäftsinhabern, den Anliegern und anderen Betroffenen die regionale Wertschöpfung neu zu definieren und gemeinsam getragene Konzepte für die »Zukunft Ortsmitte Inzell« zu entwickeln und umzusetzen. wb

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