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Neues Wohnheim für Senioren eingeweiht

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Bei einem Rundgang durch das Haus konnten sich die Gäste der Einweihungsfeier einen Eindruck von der Großzügigkeit der Räume verschaffen. (Foto: Mix)

Traunreut. Mit einer großen Feier wurde nun das neue Wohnheim für Senioren mit geistiger Behinderung der Lebenshilfe Kreisvereinigung Traunstein eingeweiht. Das Wohnheim, das unmittelbar an die Tagesstruktur für Senioren in Traunreut anschließt, umfasst zwei Wohngruppen für je acht Bewohner.


Bisher wohnten die Senioren, die bereits tagsüber in der tagesstrukturierenden Einrichtung in Traunreut untergebracht sind, in den verschiedenen Wohnheimen im Landkreis und mussten täglich nach Traunreut gefahren werden. Nun gibt es im neuen Seniorenwohnheim direkt neben der Tagesbetreuung die Möglichkeit, dass sich die Senioren zwischendurch auch mal zurückziehen, und sie müssen keine weiten Wege mehr zurücklegen.

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Lebenshilfe-Vorsitzender Peter Bantlin betonte bei der Einweihungsfeier des neuen Hauses: »Hier haben unsere Senioren nun ein angemessenes Umfeld für ihren Lebensabend, wo sie den Ruhestand genießen und den Alltag gleichzeitig sinnvoll gestalten können.« Mit Inbetriebnahme des neuen Hauses habe sich ein Kreis geschlossen und das Ziel, die Betreuung von Menschen mit Behinderung durch die Lebenshilfe von der Frühförderung für Kinder bis ins Seniorenalter, sei erreicht.

Das neue Seniorenwohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung kostete 1,7 Millionen Euro. 60 Prozent davon finanzierte der Freistaat Bayern, zehn Prozent kamen vom Bezirk Oberbayern in Form eines zinslosen Darlehens. Die notwendigen Eigenmittel in Höhe von 510 000 Euro konnte die Lebenshilfe nach Angaben von Peter Bantlin nur dank der großzügigen Unterstützung durch Spender, allen voran die Dr. Johannes-Heidenhain-Stiftung, aufbringen.

Landrat Hermann Steinmaßl hob hervor, dass der Landkreis Traunstein sich als familienfreundlicher Landkreis auszeichne, und dazu gehörten alle Menschen egal welchen Alters und ob mit oder ohne Behinderung. Nach seinen Angaben leben im Landkreis 37 000 Menschen über 65 Jahren und davon rund 3500 mit einer besonderen Pflegebedürftigkeit.

»Die Lebenshilfe ist aus unserer Stadt und dem Landkreis nicht mehr wegzudenken«, erklärte Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger in seinem Grußwort. Landtagspräsident a. D. Alois Glück freute sich, dass sich die Lebenshilfe der neuen Aufgabe gestellt habe, für die Senioren Voraussetzungen zu schaffen, dass sie in Würde alt werden und sterben können. Auch sei es gerade für die Angehörigen der Menschen mit Behinderung wichtig zu wissen, dass ihre Verwandten bei der Lebenshilfe bis ins hohe Alter gut untergebracht und betreut werden.

Die evangelische Pfarrerin Bettina Heckner und der katholische Diakon Uwe Kraus erteilten den neuen Räumen und allen Menschen, die darin arbeiten oder wohnen, den kirchlichen Segen. Bei einem Rundgang konnten sich die Gäste einen Eindruck vom neuen Seniorenwohnheim verschaffen. Besonders gut gefiel dabei der Demenzgarten, der rund um das Haus führt und mit der ansprechenden Bepflanzung, mit Wasserspielen, Klängen und Düften alle Sinne anregt. mix