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Neues Wohnhaus würde auf der Trasse liegen

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Zwischen dem Forellenhof und dem oberen Haus soll laut Kreisbaumeister das neue Haus gebaut werden. Dies ist aber eine mögliche Trassenführung für die Umgehungsstraße. (Foto: Wegscheider)

Siegsdorf. Der Siegsdorfer Gemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Neubau eines Betriebsleiter-Wohnhauses neben dem Forellenhof. Ursprünglich war geplant, auch das denkmalgeschützte Gasthaus umzubauen. Doch das wurde aus Kostengründen verworfen. Nun will Josef Weiß ein neues Haus mit zwei Wohneinheiten und Garagen bauen. Gemeinderat Stefan Eisenbichler wurde als Planer von der Abstimmung ausgeschlossen.


Dem Projekt hatte der Gemeinderat im Oktober 2012 bereits grundsätzlich zugestimmt. Jedoch wurde dieser Standort seitens des Landratsamtes durch Kreisbaumeister Rupert Seeholzer geändert und liegt nun westlich des Forellenhofes unmittelbar an der im Flächennutzungsplan der Gemeinde dargestellten Trasse der Umgehungsstraße von Eisenärzt. Problematisch ist zudem der dort verlaufende Kanal, der bei einem Bau tiefer gelegt werden müsste. Fredi Überegger (CSU) sieht Probleme beim neuen Standort, denn die geplante Trassenführung sei dann gestorben. Bedenken meldete auch Alexander Klammer (UW) an, denn mit dem neuen Standort werde alles ziemlich zugebaut. Die Umgehungstrasse Eisenärzt sei dort geplant und könnte dann nicht mehr so umgesetzt werden. Diese sollte aber irgendwann durchgebracht werden.

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Willi Geistanger (Grüne) hat prinzipiell nichts gegen einen Neubau, aber die Trasse ist für ihn wichtig. Ebenso bedeutend sei, dass die Eisenbahntrasse bleibt. Überlegungen für eine Alternativtrasse müssten aber trotzdem angedacht werden. Dr. Lothar Seissiger (UW) glaubt, dass die Bahnlinie schwierig wegzubringen sei. »Vielleicht gibt es andere Möglichkeiten und die müssen geprüft werden. Auf Dauer brauchen wir eine Umgehung von Eisenärzt.« Man sollte sich diese Trassenführung nicht verbauen, so der Fraktionssprecher der UW.

Heinz Kecht (UW) und Manfred Hobmaier (CSU) waren der Meinung, dass man beim Straßenbauamt nachfragen sollte, ob die Trassenführung so steht und ob eine Tunnellösung wegen des schlechten Materials am Hang überhaupt möglich ist.

Rainer Klapfenberger (SPD) monierte die Vorgehensweise des Kreisbaumeisters. Der Standort sei vom Landratsamt ohne die Beteiligung der Gemeinde so festgelegt worden »und das ist in meinen Augen nicht tragbar«.

Bürgermeister Thomas Kamm sagte, dass viele Fragen offen stünden und es das Beste sei, das Thema zu vertagen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Ein weiterer Punkt der Sitzung war der Vollzug des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes mit der Abstufung eines Teilstücks der Gemeindeverbindungsstraße »Haindlstraße« zur Ortsstraße auf einer Länge von 115 Metern. Die Strecke beginnt mit der Abzweigung von der Adelholzener Straße und endet nach der Einfahrt zum Anwesen Haindlstraße 10. Dabei ist ein Wechsel der Straßenbaulast mit der Abstufung nicht verbunden. hw