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Neues Wohn- und Geschäftshaus in der Frühlingsstraße

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Reit im Winkl. Ein neues Wohn- und Geschäftshaus soll in der Frühlingsstraße entstehen. Nach den Planungen des Antragstellers sollen dort neben Wohnungen auch medizinische Praxen untergebracht werden, möglicherweise eine Apotheke. In einem entsprechenden Antrag auf Vorbescheid wurden zwei Varianten des Gebäudes beschrieben, mit denen sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung zu befassen hatte.


Allerdings weichen die Grobplanungen gleich in mehreren Details vom dort geltenden Bebauungsplan ab. Die Gemeinderäte stellten nach eingehender Begutachtung dennoch eine Genehmigung in Aussicht. Drei Vollgeschosse sieht das stattliche Wohn- und Geschäftshaus in der Frühlingsstraße vor, neben dem Parterre ein Dach- und ein Obergeschoß. Wie diese Ebenen genutzt werden könnten, dazu hatte der Antragsteller, ein junger Reit im Winkler, in seinem Antrag zwei Varianten beschrieben.

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Zwei Varianten wurden vorgestellt

Zum einen könnten dort eine Zahnarztpraxis, eine Praxis für einen Allgemeinmediziner sowie zwei Wohneinheiten entstehen. Variante zwei dagegen sähe eine Zahnarztpraxis und in den weiteren Räumlichkeiten insgesamt sechs Wohnungen vor. Nachdem sich nun in Bezug auf den dort seit 1981 geltenden Bebauungsplan einige Abweichungen ergaben, diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses, inwieweit sie dem Antragsteller entgegen kommen könnten, ohne das Prinzip der Gleichbehandlung zu verletzen.

So ergab sich unter anderem, dass die Grundflächenzahl (GRZ) um maximal zehn Prozent überschritten werden dürfe. Im Antrag war eine Abweichung von 25 Prozent vorgesehen. Auch dürfe das Bauwerk um maximal 45 Zentimeter höher errichtet werden, die seitliche Wandhöhe wird im Antrag mit sieben Metern angegeben. Ferner wurde auch dem Einbau eines Quergiebels zugestimmt und somit eine Ausnahme von der derzeit noch geltenden Ortsgestaltungssatzung erteilt.

In Bezug auf die Wohneinheiten wurde klargestellt, dass maximal zwei Wohnungen als Teileigentum genehmigungsfähig sind, die Ausweisung als Eigentumswohnungen müsste allerdings gesondert beantragt werden. Weitere Wohnungen müssten als Ferienwohnungen notariell gesichert werden.

Als Problem sahen die Räte die Situation der Zufahrt zu den hinter dem Gebäude liegenden Parkplätzen. Diese könne man von der Frühlingsstraße nur sehr eingeschränkt anfahren, wesentlich praktischer wäre die Anbindung an den am Gebäude vorbeiführenden Wimmerkreuzweg. Dieser Weg wird auf einem Teilstück von Autos befahren, der dafür gewidmete Abschnitt reicht aber nicht bis zu dem geplanten Wohngebäude. Deshalb wurde von den Räten vorgeschlagen, die Widmung des Weges bis zu dieser Fläche entsprechend zu ändern, wodurch die insgesamt 17 Parkplätze von zwei Seiten befahren werden könnten.

»Der Bau fügt sich in die Umgebung ein und kommt auch der Forderung entgegen, den Boden im Zentrum optimal auszunutzen«, erklärte kurz vor der Abstimmung zusammenfassend der Zweite Bürgermeister Andreas Heigenhauser. Einstimmig votierten die Räte schließlich zugunsten dieser Bauvoranfrage.

Ohne Einwände stimmten die sieben Räte des Ausschusses ferner zugunsten der Errichtung eines Gartenhäuschens in der Ahornstraße, einer Gerätehütte in der Tiroler Straße, dem Anbau an eine Garage am Klausenbergweg sowie wie dem von den Bayerischen Staatsforsten in Seegatterl geplanten »Wildsammel- und Zerwirkraummoduls«. Dabei handelt es sich um ein kleines Gebäude unweit der Bergstation der Gondelseilbahn. Dort wollen Jäger künftig ihre erlegten Wildtiere vorschriftsgemäß zerlegen.

Mehrheit genehmigt orange Werbeplanen

Nicht ganz den Geschmack aller Räte fand die von der Firma Trade-Connection-Krebs beantragte, große Klebefläche auf den Fenstern im Zugangsbereich eines Lebensmittelmarktes am Tennispark. Mit orangefarbenen Planen sollen dort als Sichtschutz die Fenster weitgehend zugeklebt werden, auch dies ein Thema für den Bauausschuss. Zwei der Räte wollten sich mit der Farbe gar nicht anfreunden, »zu grell, zu mächtig« wurde kommentiert. Die fünf verbleibenden Räte befanden dies weniger als störend, also werden diese Fenster künftig mit orangefarbenen Werbeplanen überklebt. ost