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Neues Spezialfahrzeug für das Rote Kreuz

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Das hochmoderne Einsatzfahrzeug ELW 2 übergaben Landrat Hermann Steinmaßl (rechts) und Andrea Bernauer, die Sachgebietsleiterin für den Katastrophenschutz im Landratsamt, dem Traunsteiner Rot-Kreuz-Kreisverband. BRK-Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess (Zweiter von links) und BRK-Fachdienstleiter Josef Pscheiden freuen sich auf die Arbeit im neuen Fahrzeug.

Traunstein. Um ein hochmodernes Spezialfahrzeug wurde der Fuhrpark des Rot-Kreuz-Kreisverbands Traunstein erweitert: Landrat Hermann Steinmaßl und Andrea Bernauer, die Sachgebietsleiterin für den Katastrophenschutz im Landratsamt, übergaben den neuen Wagen an die Verantwortlichen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Das »Einsatzleitfahrzeug« – kurz ELW 2 – dient künftig bei besonderen Einsätzen als kompakte Kommandozentrale.


Die Einsatzmöglichkeiten für das neue Auto, das ab sofort die Rot-Kreuz-Spezialeinheit »Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung« nutzt, sind sehr vielfältig: bei Katastrophenfällen wie Naturereignissen, Unfällen mit vielen Verletzten, Großbränden, der Suche nach Vermissten oder Großveranstaltungen. »Alle diese Situationen haben eins gemeinsam«, erklärt BRK-Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess, »denn hier müssen oft viele verschiedene Einsatzkräfte koordiniert und die Geschehnisse dokumentiert werden.« Außerdem müsse man während dieser Einsätze eine qualitativ gute Verbindung zur Integrierten Leitstelle halten können. Damit laufen alle Notfälle in diesem Fahrzeug, das wie ein Büro eingerichtet ist, zusammen und werden entsprechend mit den Helfern und Behörden, je nach Problemfall, koordiniert. »Wir haben hier einen umfassenden Überblick über das Geschehen vor Ort«, so Goess.

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Das ELW 2 ist hochmodern ausgestattet, denn neben einer speziellen Computeranlage verfügt es über zwei Funkarbeitsplätze, verschiedene Kommunikationstechniken und einen kleinen Besprechungsraum – zudem kann es über 48 Stunden autark arbeiten, benötigt also keinerlei Stromversorgung von außen. »Gerade der kleine Besprechungsraum ist für uns wichtig«, erklärt Goess, denn hier haben die Einsatzleiter der unterschiedlichsten Fachdienste, wie beispielsweise Rettungsdienst, Rot-Kreuz-Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht und Hundeführer, die Möglichkeit sich abzustimmen.

Auch Josef Pscheiden, verantwortlicher BRK- Fachdienstleiter, freut sich auf die Arbeit mit dem neuen ELW 2. »Wir haben in den letzten 20 Jahren immer nur auf Fahrzeuge zurückgreifen können, die wir selbst umgebaut haben, damit sie als Einsatzleitfahrzeug geeignet waren.« Neben einem ausgemusterten Fahrzeug der Bundespolizei seien zeitweise ein Lkw der NVA und zuletzt ein alter Rettungswagen als Funkbus eingesetzt gewesen, so Pscheiden.

15 000 Euro Zuschuss vom Landkreis

Landrat Hermann Steinmaßl zeigte sich bei der offiziellen Übergabe erfreut, dass der Landkreis das neue Fahrzeug mit 15 000 Euro bezuschussen könne und wünschte den BRK-Einsatzkräften viel Erfolg bei der Arbeit im ELW 2. Zugleich würdigte er den Einsatz vieler ehrenamtlicher Rotkreuzler bei der Hochwasserkatastrophe, die nicht nur im Traunsteiner Landkreis unterwegs waren, sondern auch im Berchtesgadener Land sowie in Straubing. Weitere Zuschüsse zu den Gesamtkosten von 130 000 Euro für den ELW 2 kommen vom Freistaat Bayern mit 64 000 Euro sowie von der Haidenheinstiftung mit 30 000 Euro, die restlichen knapp 15 000 Euro bezahlt der Traunsteiner Rot-Kreuz-Kreisverband.