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Neues Sanitärgebäude am Campingplatz Taching

Taching am See. Der geplante Neubau des Sanitärgebäudes am Campingplatz in Taching am See wird eines der größeren Bauvorhaben in der Gemeinde. Umso wichtiger war es dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung, dass nach Abschreibung der Bauausgaben nach wie vor ein Gewinn ausgewiesen werden kann.

Bereits im Januar hat der Gemeinderat ab der Campingsaison 2014 im Hinblick auf den geplanten Neubau eine Erhöhung der Campinggebühren vorgenommen. Der Mehrerlös muss in den erhöhten Abschreibungswerten nach dem Ende der Bauarbeiten aufgehen. Die Berechnung ergab Baukosten von 720 000 Euro. Bis zu dieser Größenordnung würden sich keine negativen Auswirkungen auf den Gewinn ergeben.

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Der Startschuss für die Bauarbeiten wird aber erst gegeben, wenn der Sportverein Taching am See eine Entscheidung getroffen hat, ob er auch künftig seine Duschen und Umkleiden im Sanitärgebäude der Gemeinde unterbringen will oder selbst ein Vereinsheim baut.

Zum Abschluss gebracht wurde das Thema »Installation von Photovoltaikanlagen auf gemeindlichen Gebäuden«. Auch hier wurde dem Gemeinderat eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgelegt. Vorgesehen waren Installationen auf den Dächern des Feuerwehrhauses in Taching am See, am Sanitärgebäude in Tengling, am Kindergarten inklusive des alten Schulgebäudes und auf dem Dach der Grundschule mit Turnhalle. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ergab eine geringe Rendite, sodass aus rein wirtschaftlichen Überlegungen kaum eine Zustimmung erfolgt wäre. Weil aber auch ökologische Aspekte diskutiert wurden, stimmte schließlich eine Mehrheit im Gemeinderat für die Installation der Photovoltaikanlage auf dem Tenglinger Sanitärgebäude. Keine Installation wird auf dem Dach des Kindergartens und der alten Schule in Tengling erfolgen und auch beim Feuerwehrgerätehaus wird kurzfristig eine Installation nicht erfolgen.

Neuverpachtet wird die Seebadgaststätte in Taching am See ab der Badesaison 2014. Im Gemeinderat wurde kontrovers darüber diskutiert, ob die Gaststätte künftig als Kiosk betrieben werden soll und die Wohnung für die Wirtsleute künftig beispielsweise als Wohnung für den Campingwart des gemeindeeigenen Campingplatzes oder als Ferienwohnung genutzt werden soll.

Durch den geplanten Neubau des Sanitärgebäudes wäre jetzt ein idealer Zeitpunkt für eine Nutzungsentflechtung. Die Nutzung der Wohnung durch den Campingwart könnte auch eine nicht unerhebliche Summe beim Neubau des Sanitärgebäudes einsparen, weil in den Planungen auch der Bau einer kleinen Wohnung vorgesehen war. Der jetzige Gastraum könnte dann als Aufenthaltsraum für die Campinggäste genutzt werden, wenn man sich für einen reinen Kioskbetrieb entscheiden würde.

Bürgermeisterin Ursula Haas führte an, dass nicht nur für eine Umnutzung Umbaukosten anfallen würden, auch bei einem Pächterwechsel sei wieder mit erheblichen Investitionen vor einer Neuverpachtung zu rechnen. Einigen Mitgliedern des Gemeinderats gingen diese Ideen zu weit. Es wäre schade, so die Argumentation von Franz Obermeyer, wenn eine Gaststätte in Taching am See ihre Tore schließen würde. Für das Gemeindeleben sei es wichtig, dass zumindest einige wenige Gaststätten noch im Ort sind. Die Möglichkeit zur Verpachtung als Gaststätte sollte man sich auf alle Fälle offen halten. Letztlich schloss sich die Mehrheit der Räte diesen Argumenten an. In Kürze wird die Neuverpachtung der Gaststätte ab der Badesaison 2014 ausgeschrieben werden. bk