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Neues Rathaus: Umbau oder Neubau?

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Das jetzige Rathaus (linkes Gebäude) und die alte Schule (rechts) werden zu einem Gemeinde- und Bürgerzentrum umgestaltet. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Jetzt wird´s ernst. Nachdem sich der Gemeinderat in Übersee seit über zwei Jahren theoretisch mit einem neuen Gemeinde- und Bürgerzentrum im Bereich Rathaus, altes Schulhaus und ehemaliges Feuerwehrhaus beschäftigt hat, ging es nun um die ersten konkreten Schritte. Eine achtköpfige Konzeptgruppe wurde gebildet und soll als erstes über einen Neubau oder Umbau für das neue Rathaus entscheiden. Die Finanzkalkulation hatte annähernd gleiche Kosten festgestellt.


Bürgermeister Marc Nitschke ließ eingangs noch einmal die Entscheidungsfindung über den neuen Überseer Ortskern Revue passieren. In etlichen Sitzungen, in denen auch die Bürger beteiligt waren, seien die Rahmenbedingungen für ein neues Gemeinde- und Bürgerzentrum gereift: So soll das Rathaus in die alte Schule umziehen, im frei gewordenen Rathaus ein Bürgerhaus entstehen und das alte Feuerwehrhaus abgerissen werden.

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Die in der Sitzung vorgestellte Grobplanung von Simon Bauer und Gerhard Hajer von der Traunsteiner Planungsgruppe Strasser+Partner sieht für das neue Rathaus drei Etagen mit Fahrstuhl vor. Im Erdgeschoß mit einem großen Foyer sind die bürgerrelevanten Büros, wie das Einwohnermeldeamt, untergebracht. Die Grobschätzung der Umbaukosten hat der Planer mit 2,34 Millionen Euro angesetzt. Als Maßstab diente dabei der erfolgte Umbau des Bildungszentrums für Gesundheit und Soziales in Traunstein. Nicht wesentlich mehr, nämlich drei Millionen Euro, würde ein Neubau kosten. Hier diente der vergleichbare Neubau des Rathauses in Schnaitsee als Rechengrundlage.

Bauers Plan für das Bürgerzentrum sieht im Erdgeschoß die Kleiderkammer und das Büro für die Senioren- und Behindertenbeauftragten vor, im Obergeschoß zwei Seminarräume für die Volkshochschule, das Büro für den Familienstützpunkt sowie die Krisenwohnung und im Dachgeschoß einen Raum für Vereine und Fraktionen sowie Abstellräume.

Nach den Worten des Planers sei ein Baubeginn Anfang 2016 und die Fertigstellung des Gesamtprojekts Ende 2017 realistisch.

Die vorgestellte Planung, die laut Bürgermeister Nitschke »nur eine vorläufige, grobe Annäherung ist«, stieß im Gremium auf allgemeines Wohlwollen. Als vorrangig bezeichnete er nun die Bildung einer Konzeptgruppe, die Detailvorschläge für spätere Entscheidungen im Gemeinderat erarbeitet. »Das hat sich beim Umbau des Feuerwehrhauses und Musikheims vor einigen Jahren bestens bewährt«, so der Gemeindechef.

Auf einstimmigen Beschluss des Gremiums besteht die Konzeptgruppe nun aus Bürgermeister Nitschke, den Gemeinderäten Leo Segin (Vertreter Marco Ehrenleitner, beide CSU), Ludwig Ertl (Vertreter Herbert Strauch, beide Freie Bürgerliste) und Christian Huber (Aktive Demokratie für Übersee, Vertreterin Maria Steinert, SPD). Als Mitarbeiter der Verwaltung arbeiten mit: Geschäftsleiterin Rosemarie Steffl, Kämmerer Klaus Huber und Bautechnikleiter Max Posselt. Ein Planer oder Architekt macht die Konzeptgruppe komplett.

In diesem Zusammenhang wies Anton Stefanutti (Die Grünen) darauf hin, dass man auch eine Bürgerbeteiligung an wesentlichen Entscheidungsfindungen nicht außer Acht lassen dürfe. Das meinte auch der Rathauschef: »Wir werden je nach Planungsstand immer wieder die Bürger zu den bewährten Runden Tischen einladen.«

Als »allerwichtigsten nächsten Schritt«, so Nitschke, soll die Konzeptgruppe nun das Pro und Contra für einen Umbau und einen Neubau erarbeiten und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen. bvd