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Neues Leben für altes Sägewerk?

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Das Sägewerk Frauenstätt mit der denkmalgeschützten alten Mühle (links), dem neuen E-Werksgebäude und der momentan ungenutzten Sägehalle. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Mit einer Bauvoranfrage zur Aktivierung des Sägewerkes in Frauenstätt und dem Anbau einer Halle zum Holzhandel hatte sich der Gemeinderat Siegsdorf auseinanderzusetzen. Der Antragsteller, ein junger Unternehmer aus der Gemeinde, der seit einigen Jahren erfolgreich einen Holzhandel betreibt, will seinen Betrieb auf das Areal der Säge in Frauenstätt verlegen, braucht dafür aber noch weitere Gebäude.


Die bestehende Sägewerkshalle mit 11 x 35 Metern möchte der Antragsteller zum wirtschaftlichen Betrieb der Anlage verlängern. Vorgesehen ist ein Anbau mit 40 x 11 Metern zur Holzlagerung und für den Zuschnitt, der ca. einen Meter höher als der Bestand werden soll. Des Weiteren sind eine Staplergarage (6 x 6 Meter) und eine separate Holztrockenkammer im Ausmaß von rund 25 x 4 Metern geplant. Der Gemeinderat war einhellig der Meinung, dass sich das seit Generationen als Mühle und Sägewerk genutzte Gelände bestens für die geplante Nutzung eignen würde, könnte sich die bauliche Gestaltung aber durchaus noch etwas aufgelockerter vorstellen. Das renovierungsbedürftige Gelände könnte dadurch wieder sinnvoll »reaktiviert« werden.

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Da das Gelände im Außenbereich, sowie im Überschwemmungsbereich der Roten Traun liegt und die alte Mühle unter Denkmalschutz steht, sind noch mehrere Punkte mit den zuständigen Behörden im Landratsamt zu klären. Nach den gesetzlichen Grundlagen sollte der bisherige Bestand von 385 Quadratmetern maximal um 50 Prozent erweitert werden, der Antrag umfasst jedoch rund 580 Quadratmeter.

Der Gemeinderat hofft nun auf eine Einigung zwischen dem Antragsteller und dem Landratsamt, mit der ein wirtschaftlicher Betrieb möglich wird, und unterstützte die Bauvoranfrage einstimmig.

Ebenso einstimmig genehmigte man die Bauvoranfrage zum Neubau eines Betriebsleiterhauses für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Thal. Der landwirtschaftliche Betrieb wir im Vollerwerb geführt und soll für die Zukunft gesichert werden. Geplant ist als Ersatzbau für ein südöstlich des Haupthauses bestehendes Nebengebäude ein Wohnhaus im Ausmaß von 12 x 9 Metern und einer angebauten Doppelgarage (ca. 6 x 6 Meter), die auch die derzeitige Nutzung als Lagerraum übernehmen kann. Aufgrund der Größe des Betriebes dürfte einer Privilegierung nichts entgegenstehen.

Für das Änderungsverfahren zum Bau eines Hochregallagers im »Sondergebiet Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Adelholzen« waren von den Behörden nur einige redaktionelle Anregungen und kleinere Änderungswünsche eingegangen, die von der Gemeinde aber bereits im laufenden Verfahren berücksichtigt oder in die Pläne eingetragen worden waren. Auch die jahreszeitliche Darstellung der Ansicht des über 40 Meter hohen Gebäudes wurde vom Planer nachgereicht.

Dazu entwickelte sich im Gremium eine rege Debatte über eine mögliche Begrünung der Fassade, die von mehreren Mitgliedern als durchaus positive Verbesserung der Ansicht gewünscht wurde. Das Bauamt wird diesbezüglich noch einmal mit den Adelholzener Alpenquellen in Verbindung treten. Einstimmig konnte daraufhin der Billigungs- und Auslegungsbeschluss gefasst und das Verfahren auf den Weg gebracht werden. FK

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