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Neues Gesicht für Oberwössener Ortsdurchfahrt?

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Unterwössen – Im   Zuge von Straßenerneuerungsmaßnahmen in Reit im Winkl sind jetzt auch begleitende Maßnahmen an der Ortsdurchfahrt – der Bundesstraße 305 – von Oberwössen bis Brem im Gespräch. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hat Toni Entfellner von der Firma Intec Gewerbebau dazu entsprechende Planungsvorschläge als ersten Schritt zu einer entsprechenden Meinungsbildung vorgestellt. Im Fokus standen eine Reduzierung der Geschwindigkeit und im Umfeld der Straße eine verbesserte Aufenthaltsqualität.


Laut Bürgermeister Ludwig Entfellner war der allgemeine Trend beim Straßenbau in den 70er und 80er Jahren von einem übermäßigen Ausbau gekennzeichnet. Bei diesen »Durchfahrdörfern« blieben dann zumeist der dörfliche Charakter und die Aufenthaltsqualität auf der Strecke. »Jetzt setzt sich so langsam ein Umdenken durch«, so der Bürgermeister.

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Dies spiele auch eine Rolle bei den Straßenerneuerungsmaßnahmen von Eingang Maserer bis wahrscheinlich Brem zwischen Ober- und Unterwössen. Jedenfalls war die Gemeinde Unterwössen vom Straßenbauamt wegen »begleitender Maßnahmen« für die Ortsdurchfahrt Oberwössen angesprochen worden. »Das sollten wir als Chance nutzen, zumal dafür wohl Mittel aus der Städtebauförderung zur Verfügung stehen«, so Entfellner weiter.

Die vorgestellten ersten Überlegungen von Planer Toni Entfellner für den betroffenen Streckenabschnitt zielten vor allem auf eine Verlangsamung des Verkehrs durch sogenannte »Verschränkungen der Straße«, also leichte Veränderungen der Straßenführung. Auch Mittelinseln seien angedacht. Dies sollte seiner Meinung nach gleich für die viel zu breite Ortseinfahrt nach Oberwössen, von Reit im Winkl kommend, gelten.

Weitere Ideen präsentierte der Planer unter anderem mit einem großen Baum zwischen Postgebäude und Feuerwehr, mehr Parkraum am Maibaum, an der Kirche und am alten Schulhaus. Verengungen der Straße an einigen Stellen könnten laut Entfellner mehr Platz für Fuß- und Radwege schaffen. Nach seinem Dafürhalten sollte auch die Einfahrt zum Campingplatz »erkennbarer« gemacht werden.

Viele unterschiedliche Vorschläge brachten anschließend auch die Gemeinderäte zum Meinungsbildungsprozess ein. Für Konkretes sei es aber noch viel zu früh, stellte Bürgermeister Entfellner klar. Er setzte für eine mögliche Realisierung der Neugestaltung etliche Jahre an. bvd