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Neues Feuerwehrfahrzeug geweiht

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Pfarrer Ludwig Westermeier segnete das neue Fahrzeug der Feuerwehr Kirchanschöring mit Weihwasser. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring – Bei der Segnung des neuen Fahrzeugs der Feuerwehr Kirchanschöring erinnerte Pfarrer Ludwig Westermeier sich daran, als er in einem fremden Land einen Feuerwehreinsatz beobachtete.


Die Feuerwehr dort sei offenbar schlecht ausgerüstet und nicht gut trainiert gewesen. Zu allem Überfluss ging auch noch das Wasser aus. Wie viel besser es doch hierzulande zugehe, meinte er, mit den hervorragenden Löschgeräten, Vorkehrungen für Notfälle und dem Training der Feuerwehrler. Gerade deshalb sollten alle dankbar sein, dass sich so viele bereitfänden, diese gefährliche Arbeit auf ehrenamtlicher Basis zu verrichten.

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Kommandant Johann Kirchhofer erinnerte an die Anforderungen an eine moderne, schlagkräftige Feuerwehr seien in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Deshalb sei er seinen Vorgängern dankbar, die schon in den 80er Jahren daran gegangen seien, die Feuerwehr für die Zukunft zu rüsten. Kirchhofer würdigte auch Bürgermeister Hans-Jörg Birner, der nach einem kleinen »Durchschnaufer« seine Mithilfe bei der Beschaffung zugesagt hatte. Auch lobte er den gesamten Gemeinderat für die stets gute Zusammenarbeit.

Die Aktiven der Wehr lobte der Kommandant für ihre stete Bereitschaft und ihren Eifer bei der Ausbildung am neuen Fahrzeug. Aus den Erfahrungen der Einsätze seien die Anforderungen an das Fahrzeug in Eigenregie ausgearbeitet worden. Obwohl vielfältig verwendbar, werde die Hauptaufgabe des neuen Fahrzeugs die Brandbekämpfung und Löschwasserversorgung über lange Schlauchstrecken sein, sagte Kirchhofer. Die Besatzung werde als selbstständige taktische Einheit agieren, der 2000 Liter Löschwasser, 120 Liter Mehrbereichsschaummittel, ein Sprungretter, vier Atemschutzgeräte, ein Pump/Roll-System, 42 B-Schläuche und neben weiteren Geräten eine neue Tragkraftspritze zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Hans-Jörg Birner sagte, dieses Fahrzeug werde im Konzept der beiden Feuerwehren der Gemeinde eine wichtige Rolle spielen und einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürger leisten. In ihrem Konzept arbeiteten Feuerwehren, Kommune und Inspektion gemeinsam an einer passgenauen Ausstattung, auch auf lange Sich. Dafür wolle die Gemeinde die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen. Die beste Ausrüstung nütze aber nichts, wenn es keine engagierten und hervorragend ausgebildeten Helfer gäbe. Deshalb würdigte auch er alle Aktiven. Kreisbrandrat Christoph Grundner lobte besonders das hohe Niveau in der Ausbildung der Kirchanschöringer Feuerwehrler. Auch er wünschte allzeit sichere und unfallfreie Einsätze.

Anton Vorringer von der Firma Ziegler, die für die meisten Ausrüstungsarbeiten verantwortlich zeichnete, zeigte sich überzeugt, mit dem Fahrzeug der Feuerwehr Kirchanschöring das richtige Werkzeug für ihre professionelle Arbeit übergeben zu können.

In einer kurzen Zeremonie weihte dann Pfarrer Wesermeier das vor der Friedhofmauer geparkte Fahrzeug. Danach setzte sich der Zug mit den Fahnen der umliegenden Feuerwehren und der Ortsvereine hinter dem Fahrzeug und der Musikkapelle Kirchanschöring in Bewegung in Richtung Feuerwehrhaus. Dort feierten die Feuerwehrler zur Musik der Kapelle noch lange beim gemütlichen Zusammensein. Der Kommandant der Patenfeuerwehr aus Petting, Matthias Seidenfuß, gratulierte seinem Kirchanschöringer Kollegen zum neuen Fahrzeug und überreichte mit den besten Wünschen eine Christophorus-Medaille und einen passenden Schlüsselring. al

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