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Neues Fahrzeug für die Feuerwehr Eisenärzt

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Bürgermeister Thomas Kamm übergab die Schlüssel für das neue Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Eisenärzt an Kommandant Klaus Pertl.

Siegsdorf – Mit einem ökumenischen Gottesdienst, einem kurzen Festzug, einer feierlichen Segnung und einer gemütlichen Feierstunde nahmen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Eisenärzt offiziell ihr neues Löschfahrzeug (LF) 20/30 in Betrieb.


Angeführt von der Musikkapelle Vogling-Siegsdorf und den Trägern der Vereinsfahnen bewegte sich ein langer Zug aus Feuerwehrkameraden, den Ortsvereinen und Bürgern vom Feuerwehrgerätehaus hinauf zur Kirche St. Josef in Hörgering, wo Bruder Christian vom Kloster Maria Eck und der evangelische Pfarrer Michael Kraus eine ökumenische Feier vorbereitet hatten. Pfarrer Kraus ging in seiner Ansprache auf die Hilflosigkeit ein, die Menschen – und oft auch Hilfeleistende – bei Unglück, Katastrophen, Leid und Unrecht befällt. Meist werfe so etwas die Frage nach dem »Warum« auf. »Gemeinsam gegenwärtiges Leid lindern und zukünftiges Unglück verhindern, dabei will der Mensch gewordene Gottessohn uns begleiten und unterstützen« ermunterte Kraus die Besucher, und wünschte der Wehr größtmögliche Unterstützung, Kraft, Mut und Dankbarkeit bei ihrer Arbeit.

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Zurück am Gerätehaus freute sich Feuerwehrvorstand Thomas Oberpriller über die vielen Festgäste. »Heute ist ein großer Tag für die Feuerwehr Eisenärzt«, betonte auch Kommandant Klaus Pertl. Er ging detailliert auf das neue Fahrzeug ein, das nach vielen Vorgesprächen nun mit modernster Ausrüstung optimal in den Fahrzeugverbund der Gemeinde eingebunden ist.

Das Löschfahrzeug 20/30 der Firma Rosenbauer ersetzt das alte LF 8 aus dem Jahr 1992 und ist vorwiegend für die Brandbekämpfung und Unterstützung bei technischen Hilfeleistungen ausgerüstet. Pertl bedankte sich bei der Mannschaft für die intensive Einarbeitung in den letzten drei Wochen und besonders bei den Gruppenführern für die arbeitsintensive Vorarbeit im Fahrzeugausschuss.

Bürgermeister Thomas Kamm blickte auf den Anfang der Vorbereitungen vor fast drei Jahren zurück und stellte Sicherheit und bürgerschaftliches Engagement als zwei Schwerpunkte der Feuerwehrarbeit heraus. »Auch wenn ein solches Fahrzeug viel Geld kostet, die Gemeinde steht dafür ein, dass diejenigen, die sich ehrenamtlich für unseren Schutz einsetzen, auch das notwendige Material zur Verfügung haben«, betonte Kamm. Die Gemeinde bezahle für das neue Fahrzeug etwa 385 000 Euro, wobei man mit 100 000 Euro staatlicher Förderung rechnet. Mit der Übergabe des Fahrzeugschlüssels an Kommandant Klaus Pertl verband er den Wunsch, dass das Fahrzeug die Helfer immer wieder gesund von den Einsätzen zurückbringen werde.

»Den göttlichen Segen für das Fahrzeug und alle die damit umgehen und arbeiten« erbaten dann Bruder Christian und Pfarrer Kraus, und wünschten der Wehr auch den Schutz des heiligen Florian, verbunden mit dem Mut, sich zum Glauben zu bekennen.

Kreisbrandmeister Stephan Hellmuth freute sich über ein optimal in den Verbund des südlichen Landkreises eingebundenes Fahrzeug und eine motivierte Mannschaft. Trachtenvorstand Hans Scheck gratulierte im Namen der Eisenärzter Ortsvereine und überreichte zum Dank für den selbstlosen Einsatz der Wehr bei allen Veranstaltungen einen Defibrillator für das neue Fahrzeug. Die Ortswehren aus Siegsdorf, Hammer und Vogling und die Feuerwehr Ruhpolding gratulierten mit »flüssiger Motivation« und die Feuerwehr aus dem sächsischen Venusberg hatte zum Dank für die Einladung ebenfalls »Treibstoff« mitgebracht.

Die Gemeinde Siegsdorf lud zum Abschluss alle Wehren und Besucher zum gemütlichen Ausklang ins Gerätehaus ein, wo bei bester Verpflegung noch lange über das neue, hochmoderne Fahrzeug und viele Themen rund um die Feuerwehr diskutiert wurde. FK

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