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Neues Erlstätter Feuerwehrfahrzeug gesegnet

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Pfarrer im Ruhestand Martin Appel segnete das neue Löschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt und übergab es somit seiner Bestimmung. Neben dem Pfarrer der 1. Vorstand Josef Hölzle und 1. Kommandant Michael Wimmer. (Foto: M. Müller)

Grabenstätt – Im Beisein zahlreicher Bürger und Ehrengäste wurde das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt feierlich eingeweiht. Pfarrer im Ruhestand Martin Appel nahm im Jahr ihres 145-jährigen Bestehens die Segnung vor, umgeben von den Fahnenabordnungen der benachbarten Feuerwehren und anderer Ortsvereine.


»Einer trägt des anderen Last«, dieses Bibelwort werde bei der Erlstätter Feuerwehr mit Leben erfüllt, betonte Appel und lobte die Kameradschaft, den Zusammenhalt, die von viel Idealismus getragene ehrenamtliche Arbeit der Floriansjünger sowie deren vorbildlichen Dienst am Nächsten. Es folgte die Fahrzeugübergabe. Der Deutschland-Beauftragte des österreichischen Feuerwehrausstatters Rosenbauer, Torsten Ritzmann, überreichte den Schlüssel symbolisch an Bürgermeister Georg Schützinger. Dieser reichte ihn sogleich an den 1. Kommandanten der Erlstätter Feuerwehr, Michael Wimmer, weiter.

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Mannschaft mit 65 Aktiven und elf Jugendlichen

Wimmer erinnerte an wichtige Wegmarken der Beschaffung von der ersten Besprechung bis zur Bestellung des MAN-Fahrgestells samt Aufbaus und Ausrüstung am 8. April 2015. Dass man das LF20 KatS bekommen habe, sei auch auf die aktuelle Mannschaftsstärke mit 65 Aktiven und elf Jugendlichen, einer Tagesalarmstärke von mindestens 22 Aktiven und 33 tauglichen Atemschutzträgern zurückzuführen, betonte der Kommandant. Er verwies zudem auf den »hohen Ausbildungsstand«, mit dem man bei der Kreisbrandinspektion und der Gemeinde offenbar Eindruck machen habe können. Aufgrund der zu erwartenden hohen Reparaturkosten und Investitionen beim alten LF8 (Baujahr 1983) und der schwierigen und kostspieligen Ersatzteilversorgung sei der Schritt unumgänglich gewesen.

»Mit einem Aufwand von knapp 363 000 Euro, davon 80 000 Euro für das MAN-Fahrgestell und 283 000 Euro für den Aufbau des Fahrzeugs haben wir die Ausstattung der Feuerwehr Erlstätt wieder optimiert und bedarfsgerecht erweitert, betonte Bürgermeister Georg Schützinger und sprach »von dem besten Fahrzeug, was es derzeit auf dem Markt gibt«. An Zuwendungen erwarte man 96 800 Euro vom Freistaat Bayern. Zehn Prozent mehr Zuschuss gab es, weil die Gemeinde mit dem Markt Teisendorf, der für seine Feuerwehr in Oberteisendorf ein gleiches Fahrzeug beschaffen wollte, im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit gemeinsam ausgeschrieben und bestellt hatte.

Die Technik könne noch so gut sein, wenn sie von der Mannschaft nicht beherrscht werde, so Torsten Ritzmann vom Hersteller Rosenbauer. Das LF20 KatS sei bei der Erlstätter Feuerwehr in guten Händen, werde aber hoffentlich nur selten gebraucht. Highlights des neuen Fahrzeuges sind unter anderem das anthrazite Heckrollo, ein Schlauchauslegesystem während der Fahrt, ein abklappbarer Auftritt links und rechts am Heck zur Schlauchausbringung, ein 5000-Liter-Faltbehälter, eine Tragkraftspritze Fox III und der Funkeinbau mit ausschließlich Digitalfunk.

»Gutes Gelingen, eine unfallfreie Fahrt und immer ein gesundes Heimkommen von den Einsätzen«, wünschte Kreisbrandrat Hans Gnadl im Beisein von Kreisbrandinspektor Georg König und Kreisbrandmeister Stephan Hellmuth. Geschenke überbrachten die Feuerwehren Grabenstätt, Oberteisendorf und Übersee.

Nachdem er die Höhepunkte der 145-jährigen Vereinsgeschichte vorgestellt hatte, bedankte sich 1. Vorstand Josef Hölzle unter anderem beim Gartenbauverein Erlstätt für das Schmücken des Autos, bei Bürgermeister Schützinger, der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat für die zur Verfügung gestellten Finanzmittel, beim Fahrzeugausschuss, den Führungskräften der aktiven Wehr und dem Vereinsausschuss sowie den beteiligten Firmen MAN, BAS, Rosenbauer und IBG. Ein besonderer Dank gelte der Feuerwehr Oberteisendorf für die gute Zusammenarbeit und »unseren Ehefrauen und Lebenspartnerinnen, da sie zuletzt einige Stunden auf uns verzichten mussten«, so Hölzle.

Spende durch die Erlstätter Ortsvereine

Groß war die Freude über die 900-Euro-Spende der Erlstätter Ortsvereine. Deren Sprecherin Andrea Huber überreichte den Spendenscheck. Gute Stimmung verbreitete die Musikkapelle Grabenstätt. Beim anschließenden »Tag der offenen Tür« wurde das neue Fahrzeug genau inspiziert. Bei Groß und Klein beliebt waren die Rundfahrten mit dem Feuerwehrfahrzeug HLF 20. mmü