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Neues Doppelhaus in Freidling nicht möglich

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Teisendorf. Eine weitere bauliche Entwicklung wünscht die Marktgemeinde Teisendorf im ländlichen Ortsteil Freidling nicht. Daher lehnte der Bau- und Umweltausschuss eine Bauvoranfrage auf Errichtung eines Doppelhauses in Freidling an der Straße nach Hub ab. Der zur Bebauung vorgesehene Grundstücksteil liegt planungsrechtlich im Außenbereich.


»Ein Bezugsfall würde geschaffen werden«

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Wenn der Bau- und Umweltausschuss eine Erweiterung von Freidling ermöglichen will, müsse eine Einbeziehungssatzung geprüft werden, gab Bauamtsleiter Peter Steinmaßl zu bedenken. Eine einfache Satzung reiche in diesem Fall wohl nicht aus, sondern es seien voraussichtlich eine Flächennutzugsplanänderung und ein Bebauungsplan nötig. Er wies darauf hin, dass der Ausschuss vor einigen Jahren eine Erweiterung der Bebauung auf einem anderen Grundstück abgelehnt hat. Durch das neue Doppelhaus würde ein Bezugsfall geschaffen werden.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass Freidling für eine solche Entwicklung nicht geeignet ist. Wenn man hier Ja sage, sei eine zweite Baureihe vorprogrammiert, meinte FWG-Rat Peter Schuhbeck. Einstimmig beschloss der Bauausschuss, die Bauvoranfrage abzulehnen, jedoch in der Antwort darauf hinzuweisen, dass eine Erweiterung an das bestehende Wohngebäude, das unter Denkmalschutz steht, geprüft werden könne. Ein Anbau wäre grundsätzlich zulässig, bis zu einer zweiten Wohneinheit.

Weiter stand kürzlich eine Entscheidung über die Verlegung eines Leerrohres für das schnelle Internet im Zuge des Leitungsneubaus der Surgruppe von Teisendorf nach Schönram an, die der Ausschuss einstimmig aus Kostengründen ablehnte. Einige Teilstrecken der neuen Leitung mit einem größeren Querschnitt waren schon vor längerer Zeit fertiggestellt worden. Eine vorsorgliche Verlegung von Leerrohren war bei Beschlussfassung des Ausschusses noch auf folgenden Strecken möglich: vom Ende des Waldes bis auf Höhe der Punschernmühle, von Eichham bis Oberndorf, von Oberndorf bis etwa 200 Meter vor Englham und von Oberndorf bis zum Ortsrand von Offenwang.

Die Verlegung des Leerrohres über alle diese Teilstrecken hätte die Gemeinde etwa 30 800 Euro gekostet. Ob das Leerrohr jemals benötigt wird, wäre nicht absehbar gewesen. Im Haushalt waren auch keine Mittel für diese Maßnahme eingestellt. Um die Baumaßnahmen der Surgruppe nicht zu verzögern, war der Auftrag für eine Strecke von etwa 400 Metern von der Straße nach Eichham bis zur Abzweigung eines Feldwegs von der Gemeinde bereits in Auftrag gegeben worden.

Leerrohr-Verlegung: Sinn bezweifelt

Den Sinn der Verlegung eines Leerrohres über die gesamte noch mögliche Strecke bezweifelten die CSU-Räte Alois Stadler, Markus Putzhammer und Dritter Bürgermeister Gernot Daxer, da keine durchgehende Verbindung entstehe. Ob das Leerrohr in das Gesamtkonzept der Gemeinde passt, eine Frage, die FWG-Rat Peter Schuhbeck in den Raum warf, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Schuhbeck, Daxer, Matthias Spiegelsperger (Grüne) und Bürgermeister Thomas Gasser plädierten dafür, an Kreuzungspunkten Leerrohre einzubauen, um künftige Straßenaufgrabungen zu vermeiden. Die Gemeinde müsse nicht in Vorleistung gehen über die ganzen drei Kilometer, stellte Daxer klar. FWG-Rat Bernhard Reitschuh gab zu bedenken, dass nicht klar ist, ob das verlegte Leerrohr in einigen Jahren noch den Anforderungen entspricht.

»Ich würd’s den Offenwangern und Oberndorfern auch gönnen«, meinte Stadler. Er sprach sich dennoch dafür aus, zuerst ein Gesamtkonzept zu erstellen. Vielleicht sei die Erschließung dieser Orte fürs schnelle Internet später auf eine günstigere Weise möglich, zum Beispiel durch eine Leitung aus Schönram. Im Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, an problematischen Punkten, zum Beispiel an Straßenkreuzungen, Leerrohre einbauen zu lassen. Bauamtsleiter Peter Steinmaßl berichtete, dass bei der neuen Bahnunterführung an der Straße nach Laufen auf jeden Fall Leerrohre hinein kommen, was der Ausschuss für gut befand.

Reitschuh und Schuhbeck regten für das frisch sanierte Haus des Gastes in Neukirchen eine Schließanlage an. Reitschuh argumentierte damit, dass in fast allen Räumen, auch in kleinen Kammern, jetzt Feuermelder eingebaut seien. Der Zugang zu allen Räumen müsse deshalb möglich sein. Gasser erklärte sich grundsätzlich bereit, eine Lösung mit Transpondern zu prüfen. vm