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Neues Dach und reges Gemeindeleben

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Der Vorstand des neuen Vereins (von links): Annelie Gromoll (Vorsitzende), Pfarrer Thomas Seitz (Ortspfarrer und Beisitzer), Markus Ruf (Vizevorsitzender, Mitglied im Kirchenvorstand), Heidi Kühner (Schriftführerin, Mitglied im Kirchenvorstand) und Christel Henke (Kassiererin). (Foto: Mergenthal)

Inzell. Auslöser war das marode Kirchendach der Christuskirche: Elf Frauen und Männer haben den »Evangelischen Gemeindeverein Inzell«, kurz EGI, gegründet. Doch die Aufgaben des mittlerweile schon 20 Mitglieder zählenden Fördervereins sind noch viel umfassender.


Der Verein will den Unterhalt der Gebäude und Einrichtungen unterstützen, aber auch die Kirche aus lebendigen Steinen aufbauen helfen – durch Zuschüsse für die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, für die Kirchenmusik und bei Anschaffungen für die Gottesdienstgestaltung. Nach dem Gottesdienst des Pfarramts Ruhpolding am kommenden Sonntag um 9.30 Uhr in der Kreuzkirche Siegsdorf können sich Interessierte in einer Gemeindeversammlung näher über den Verein informieren.

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Den Vorstand bilden Annelie Gromoll als Erste Vorsitzende, Markus Ruf als Vize-Vorsitzender, Christel Henke als Kassierin, Heidi Kühner als Schriftführerin und Hildegard Eckart als Kassenprüferin. Als Beisitzer gehört der Inzeller Ortspfarrer Thomas Seitz dem Vorstand an. Weitere Gründungsmitglieder sind Claudia Doppler, Pfarramtsleiter und Ruhpoldinger Pfarrer Thomas Schmeckenbecher, Erika Rußler, Klaus Henke und Jutta Bredtmann. Beim Inzeller Christuskirchen-Dach kam es zum sogenannten »Lochfraß«: Zur Zeit der Erbauung vor 20 Jahren wusste man noch nicht, dass Titanzink der falsche Dachbelag in den Alpen ist. Aufgrund der fehlenden Hinterlüftung bildete sich Kondenswasser, und das Dach oxidierte von innen nach außen. Da die ersten Kostenschätzungen bei gut 120 000 Euro lagen und ein Großteil davon auch bei einer Beteiligung der Landeskirche vor Ort geschultert werden muss, ist man dringend auf Spenden angewiesen und gründete daher den Evangelischen Gemeindeverein Inzell. Die nächsten Aktionen sind ein Passionskonzert am 12. April um 10 Uhr in der Christuskirche, bei dem auch Spenden gesammelt werden, und die Gestaltung eines Osterkorbes zusammen mit dem Chiemgau-Stift Inzell.

Der EGI ist auch Mitglied bei der Regionalwährung »Chiemgauer« geworden. Jeder teilnehmende Verbraucher kann den Verein unterstützen, wenn er den EGI als Wunschprojekt angibt. Drei Prozent vom Eintausch fließen dann an den EGI, ohne dass für den Verbraucher Mehrkosten entstehen. Wer als Verbraucher bereits Chiemgauer-Mitglied ist, kann auch zum EGI als Wunschprojekt wechseln.

»Für 2014 erhielten wir bereits von der Fritz- und Brigitte- Gastager-Stiftung eine Zuwendung, wofür wir ganz herzlich danken«, berichtet Vorsitzende Annelie Gromoll erfreut. Sie hofft auf viele weitere Spender, Mitglieder und Besucher der Benefiz-Aktionen sowie regen Chiemgauer-Eintausch zugunsten des Evangelischen Gemeindevereins Inzell. Im Kirchenvorraum der Christuskirche liegen die Visitenkarten des EGI aus und natürlich auch Beitrittserklärungen. vm