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Neues Baugebiet der Öffentlichkeit vorgestellt

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Kirchanschöring – Oft sind Verfahrensschritte und Planungsüberlegungen schwer zu verstehen. Aus diesem Grund organisierte die Gemeinde Kirchanschöring noch vor dem Start der ersten Beteiligungsrunde eine Informationsveranstaltung zum Bauleitplanverfahren für das Baugebiet »Kirchanschöring Ost II«. Bürgermeister Hans-Jörg Birner und Roland Richter vom gleichnamigen Freilassinger Ingenieur- und Architekturbüro erläuterten potenziellen Baubewerbern, Nachbarn und interessierten Bürgern den aktuellen Planungsstand.


»Es gibt in diesem Verfahren verschiedene Aspekte zu berücksichtigen«, erläuterte Birner. Beispielsweise den Lärmschutz, denn die künftige Siedlung befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hans-Straßer-Halle sowie zum Sportgelände mit Fußball- und Tennisplätzen. Anstelle eines Lärmschutzwalls entsteht am Rande des Baugebiets ein größeres Wohngebäude mit einer seitlichen Wandhöhe von mindestens 6,50 Metern. Darin sollen Mietwohnungen und »nicht störende, gewerbliche Nutzung« untergebracht werden, wie zum Beispiel Arztpraxen.

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Auf dem Gelände sind 14 Bauparzellen vorgesehen. Diese werden durch zwei Stichstraßen mit Wendehämmern erschlossen. Ein Verbindungsweg soll die Anliegerstraße für Fußgänger und Radfahrer durchlässig machen. »Der Ausschluss des Durchgangsverkehrs führt zu einer merklichen Verkehrsberuhigung und damit zu einer wesentlichen Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in diesem Bereich«, betonte Roland Richter.

Als »sehr bauherrenfreundlich« bezeichnete Birner die Satzung für das neue Baugebiet. »Sie soll so wenig wie möglich regulieren«, betonte der Bürgermeister. Als Dachform wurde das Satteldach mit einer Neigung von 18 bis 26 Grad festgelegt. Die Planung setzt Einfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen und einer maximalen seitlichen Wandhöhe von 6,50 Metern voraus; bei einem Doppelhaus kann die entsprechende Parzelle geteilt werden. Die Garagen sind als Doppelgaragen ausgelegt. Alle Häuser werden bis zur Grundstücksgrenze mit Glasfaser ausgestattet; dafür wird auf Kabelfernsehen verzichtet. »Wenn möglich, soll heuer noch mit der Erschließung begonnen werden«, stellte Bürgermeister Birner in Aussicht. Möglicher Baubeginn wäre dann im kommenden Frühjahr.

Von den Zuhörern gab es nur wenige Anfragen. Ob innerhalb der Grünfläche ein Spielplatz geplant sei, wollte eine Dame wissen. Diesbezüglich gebe es keine Bestrebungen, antwortete der Bürgermeister, die Grünfläche sei vielmehr als Treffpunkt vorgesehen, zumal in der Nähe bereits ein Spielplatz existiert. Eine weitere Anfrage bezog sich auf eine mögliche Querungshilfe zur Hans-Straßer-Halle. Birner verneinte, da in diesem Verkehrsbereich bereits Tempo 30 gelte. Auch Befürchtungen, die beiden Stichstraßen zum Wohngebiet könnten bei größeren Sportveranstaltungen wild zugeparkt werden, konnte das Gemeindeoberhaupt entkräften. Zwischen dem großen Wohngebäude und dem Sportgelände entstehen in ausreichender Zahl öffentliche Stellplätze.

In einer weiteren Veranstaltung im Herbst ist die Vorstellung der einzelnen Bauparzellen inklusive Grundstückspreise vorgesehen. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Broschüre präsentiert, in der noch einmal übersichtlich alle wichtigen Details zusammengefasst sind. mia