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Neues Baugebiet am Kapellenweg diskutiert

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Grassau. Zwei Einfamilienhäuser sollen an der unbebauten Seite des Kapellenwegs entstehen und zwei weichenden Hoferben die Möglichkeit bieten, in Grassau ihr Eigenheim zu verwirklichen. Lange beriet der Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung über diese Anfrage – und stellte den Antrag schließlich zurück, um den Antragstellern Gelegenheit zur Rücksprache mit den Behördenvertretern zu geben.


Um auf dieser Fläche für den landwirtschaftlichen Bedarf bauen zu können, gehören Flächennutzungsplan wie auch Bebauungsplan geändert. Geplant seien zwei Einfamilienhäuser, erklärte Bürgermeister Rudi Jantke. Die Abstände zum Kapellenweg und dem Kirchenweg seien ausreichend. Jantke erinnerte an den Grundsatzbeschluss der Gemeinde, wonach Bauland nur für den örtlichen Bedarf ausgewiesen werde, was hier der Fall sei. Der Kapellenweg sei nur einseitig bebaut. Da bereits alle Versorgungsleitungen vorhanden sind, würde sich eine beidseitige Bebauung des Weges anbieten.

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Hans Hornbeger (SPD) plädierte dafür, den Antrag zurückzustellen, da es hier schwierig sei eine Genehmigung der Baubehörde zu bekommen, die »Insellösungen« und »Briefmarkenplanungen« ablehne. Man solle den Antragstellern die Möglichkeit bieten, mit der Behörde im Vorfeld zu sprechen und andere Bauplätze, eventuell an der Wöhrstraße, zu überprüfen.

Otto Hofer (CSU) meinte, man müsse weichende Hoferben unterstützen, die in der Gemeinde ihre Existenz gründen wollen. Die gleiche Meinung vertrat Doris Noichl (CSU), die eine Ortsabrundung in diesem Bereich des Kapellenwegs als sinnvoll erachtete. Das überplante Gebiet könnte sich auch über die anderen Grundstücke erstrecken, damit gebe es keine Insellösung mehr.

Bürgermeister Rudi Jantke schlug vor, dass im Vorfeld mit den Eigentümern der benachbarten Grundstücke wie auch mit dem Landratsamt gesprochen und folglich der Antrag zurückgestellt werde. Dem stimmten alle Räte zu. tb