weather-image
25°

Neuer Vorstand bis nächstes Jahr gesucht

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Bei der Jahreshauptversammlung des Oberwössener Gartenbauvereins wurden vier Mitglieder für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Unser Bild zeigt (von links): Vorstand Ralf Maibach, die Jubilare Kathi Messerer, Elisabeth Göbl, Beate Rabe, Hannelore Dippold und Irma Steiner sowie Zweiten Vorstand Franz Durchner.

Unterwössen. Auf ein gelungenes Jahr blickte der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Oberwössen bei der Hauptversammlung im Oberwössner Poststüberl zurück. Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt: Kathi Messerer, Elisabeth Göbl, Beate Rabe, Hannelore Dippold und Irma Steiner halten dem Verein seit 25 Jahren die Treue.


»Ein sehr schönes Fest«, zog Vorstand Ralf Maibach das Fazit aus dem wiederbelebten Gartlerfest am Oberwössner Kinderspielplatz. Es sei ein anstrengender Tag für den kleinen Verein gewesen, doch angesichts des Zuspruchs vor allem in den Abendstunden habe sich die Arbeit allemal gelohnt. Weiter wurde an den Tagesausflug in den Alpenzoo und das Tiroler Kaiserjägermuseum in Innsbruck erinnert, außerdem lobte Maibach die Organisatorin Helga Sappl und ihre Helferinnen für den bunten Blumenschmuck überall im Ort. Mit einem neuen Brückengeländer über den Moosbach hätte die Gemeinde die Anregungen aus der letzten Jahreshauptversammlung vermittelt und dort zum guten Eindruck beigetragen. Mit Unterstützung von Max Schweigl und dem Forst hatten vor dem Advent Helfer um Max Heiss einen Baum geschlagen, um die Mitglieder mit Daxen zu versorgen. Und das Jahresende habe ein erfolgreiches Schneefest gebracht – diesmal ohne Schnee.

Anzeige

Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung soll ein neuer Vorstand gefunden werden, betonte Maibach. Er nannte es eine »Stunde der Wahrheit«, wenn der derzeitige Vorstand aus unterschiedlichsten Gründen im kommenden Jahr nicht mehr antreten könne. Es sei Aufgabe aller Mitglieder, bis dahin drei bis fünf Personen für einen neuen Vorstand zu finden. Anderenfalls drohe die Vereinsauflösung und »das muss wirklich nicht sein«, sprach Maibach für alle. Schon jetzt sagte Maibach der neuen Vorstandschaft die Unterstützung der scheidenden zu.

Bürgermeister Hans Haslreiter sah 30 Jahre, in denen der Oberwössner Gartenbauverein mit Fleiß bei der Sache und das Dorf vorbildlich geprägt habe. Er zeigte sich beeindruckt von den vielen Aktivitäten in einem lebendigen Verein.

Noch im Vorjahr hatte Vorstand Ralf Maibach angeregt, die Tanne am Maibaum zu einem eindrucksvollen Christbaum zu schmücken. Aus zeitlichen Gründen war es dazu nicht gekommen. Eine Wortmeldung ergab, dass der Baum bei genauerer Betrachtung tatsächlich bereits viel zu mächtig geworden ist. Unter allgemeinem Beifall sprach sich die Versammlung für die Empfehlung aus, die Tanne zum kommenden Advent zu fällen und die Daxen für die Mitglieder zu verwenden. Ein Ersatzbaum soll den freien Platz einnehmen.

Sehr schöne Fotos aus der Region und profundes Wissen um die heimische Orchideenwelt verpackte der Diplombiologe Stefan Katthari vom Ökomodell Achental humorvoll im abschließenden Vortrag. Der drehte sich um die rund 50 wilden Orchideenarten um das Achental. Um die Gipfel, in den Wäldern, auf den Bergwiesen, auf Streuwiesen und in den Filzen im Tal sind diese oft seltenen Pflanzen zu finden. Gemeinsam ist ihnen ihr ein eindeutiges Erkennungsmerkmal: Sie haben sechs Blütenblätter, von denen das Sechste immer anders ist als alle anderen. Lustig wurde es immer dann, wenn Katthari beschrieb, mit welchen Tricks und Eigenheiten die Natur besondere Herausforderungen durch vielfältige Standorte und Insekten beantwortete. Das Fazit am Ende: Die Welt ändert sich und das ist richtig. Will man darin so etwas wie eine seltene Orchidee erhalten, reicht es nicht, diese Pflanze zu schützen. Es muss der facettenreiche Lebensraum erhalten bleiben, der diese Pflanze prägt. lukk