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Neuer Vereinsname und neue Satzung

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Marquartstein – Unter dem neuen Namen »Förderverein lebendiges Marquartstein« und einer neuen Satzung wird der bisherige Fremdenverkehrs- und Kulturverein Marquartstein weitergeführt. Beides wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Gasthof Weßner Hof einstimmig beschlossen.


Im vergangenen Jahr konnte die drohende Auflösung des schon 1914 gegründeten Traditionsvereins gerade noch abgewendet werden. Die neu gewählte Vorstandschaft wurde beauftragt, eine neue Satzung auszuarbeiten. Die neue Vorsitzende Alexandra Scheufler berichtete nun, dass die Vorstandschaft sich intensiv mit dem Entwurf der neuen Satzung auseinandergesetzt habe. Grundidee sei die Umwandlung in einen gemeinnützigen Verein. Dadurch habe der Verein die Möglichkeit, Spendenquittungen auszustellen und Gelder zu akquirieren. Außerdem sei der Verein weitgehend steuerfrei, weil bei gemeinnützigen Vereinen die persönliche Körperschaftssteuerpflicht wegfalle.

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Bisher habe der Verein lediglich über die Vereinsbeiträge in Höhe von etwa 400 Euro im Jahr verfügen können, was für einen Förderverein nicht ausreiche, sagte Scheufler. Die bisherigen Mitgliedsbeiträge in Höhe von 7,70 Euro pro Jahr sollen beibehalten werden. Die Gemeinnützigkeit tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.

Bürgermeister Andreas Scheck, zweiter Vorsitzender des Vereins, erläuterte die Satzung im Einzelnen. Alles sei genau mit dem Finanzamt abgesprochen worden, um die Gemeinnützigkeit zu erreichen. »Ziel des Fördervereins ist es, die Bedeutung und Attraktivität des Orts Marquartstein und des Achentals zu erhalten und weiter auszubauen«, heißt es in der Präambel. Sehr vielfältig sind die aufgeführten Zwecke des Vereins von der Förderung von Kunst und Kultur, Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltschutz und Volksbildung bis zur Jugend- und Altenhilfe. Diese Zwecke sollen zum Beispiel durch die Pflege und den Erhalt von ortsprägenden Gebäuden, von Naturschönheiten und Landschaften erreicht werden, wie es in der Satzung heißt. Scheck sagte, dass touristische Leistungsträger zwar nicht direkt unterstützt werden könnten, aber indirekt würde der Tourismus auf jeden Fall profitieren.

Kassier Thomas Halder gab einen detaillierten Kassenbericht. Der Verein verfügt insgesamt über rund 12 000 Euro. Josef Moritz, der die Kasse mit Peter Aigner geprüft hatte, stellte fest, dass auch schon unter der vorherigen Vorstandschaft sehr sorgfältig und sparsam gewirtschaftet worden sei.

Ziel in diesem Jahr ist es, den Verein weiter bekannt zu machen und neue Mitglieder zu werben, sagte Alexandra Scheufler. Sie bat deshalb um Förderideen für dieses Jahr. Ein Vorschlag kam bereits vom Beirat für Kultur und Bildung im Rahmen der Bürgerbeteiligung. Er schlug vor, die Anbringung von Hoftafeln im Ort voranzubringen. Scheufler zeigte das Beispiel einer Hoftafel mit Inschrift, wie sie Heimatpfleger Sepp Bock ausgearbeitet hat. Die Tafeln könnten an verschiedenen, historisch interessanten Gebäuden im Ort angebracht werden. gi