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Neuer Verein »Klimabonus« in Traunstein gegründet

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Nach der Wahl unterschreiben (von links) die Vorsitzenden Stefan Schulte, Frank Jansky und Heike Talhammer die Satzung des neuen Vereins. (Foto: M. Peter)

Traunstein – Ein innovatives Belohnungssystem soll das klimafreundliche Handeln und das Bewusstsein von Verbrauchern für den persönlichen CO2-Fußabdruck fördern. Durch die Gründung des Vereins »Klimabonus« mit Sitz in Traunstein soll der Gedanke aktiv in die Tat umgesetzt werden. Vorsitzender ist Stefan Schulte, zu Stellvertretern bestimmt wurden Heike Talhammer und Frank Jansky.


Im Chiemgau, in der Großregion Marburg und in Magdeburg wird in den nächsten drei Jahren das innovative Klimabonussystem ausprobiert, wobei der Chiemgauer e. V., die Region Burgwald-Ederbergland e. V. und der Landesverband BUND Sachsen-Anhalt e. V. die Projektträger sind. Gefördert wird der Verein Klimabonus von der Nationalen Klimaschutzinitiative und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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Als Beisitzer bekamen das Votum der Versammlung Anneliese Kiermaier, Mitarbeiterin beim Chiemgauer e.V., Franziska Bender, Mitarbeiterin Region Burgwald-Ederbergland e. V. und Bernd Malcherek, Vorstandschaft BUND Sachsen-Anhalt e. V..

Vor der Gründungsversammlung hat sich Christian Gelleri, der Mitarbeiter beim Chiemgauer ist, als Sprecher des Projekts etabliert. Somit stellte Gelleri kurz die Ziele des Vereins sowie die Inhalte der Satzung vor. Einleitend meinte er, dass jede der drei Organisationen das Ziel habe, eigenständig in der Region etwas für die Umwelt zu tun und die Situation zu verbessern. Der Bonus, der durch die Aktivitäten des Vereins erlöst werde, solle in der Region bleiben. So könnten nach den Worten von Gelleri weitere Projekte gefördert werden.

Das Klimabonusprojekt bestehe aus den drei Wirkungsbereichen klimafreundliches Einkaufen, CO2-Reduktion und regionale Klimakompensationsprojekte. Er hob dabei auch die große Erfahrung des Chiemgauer Vereins mit dem Umgang mit einer Komplementärwährung, eben dem Chiemgauer, hervor. Im ersten Jahr solle das Projekt aufgebaut werden, wobei der Verein ein wichtiges Werkzeug sei, meinte Gelleri. Durch das Bonussystem werde mehr Bewegung in die Einsparung von Treibhausgasen gebracht. Die Möglichkeiten zur Einsparung seien vielfältig und könnten von dem Verzicht auf das Auto und den Umstieg auf das Fahrrad über die Streuobstwiese hin bis zur Solaranlage reichen.

Aber auch klimafreundliche Unternehmen könnten am Projekt durch geeignete Maßnahmen teilhaben. Der Verein soll laut Satzung mitunter darauf hinwirken, dass zusätzliche Wälder gepflanzt sowie Wälder vor der Zerstörung gerettet und die Biomasse in den bestehenden Wäldern angereichert würden. Der Vorsitzende Schulte meinte, dass gerade in der aktuellen Diskussion das Umweltbewusstsein steige und so müssten die bestehenden Chancen genutzt werden. Kaum einer wisse, dass über 50 Prozent des CO2 im Konsum entstehe. »Da ist jeder Euro, der in den regionalen Markt fließt zugleich neben der Stärkung der Region auch eine CO2-Einsparung!«, sagte Schulte.

Bei der Region Burgwald-Ederbergland handle es sich um eine stabile Region, im Chiemgau mit dem Chiemgauer sei es eine wachsende Region und in der Region um Magdeburg seien rückläufige Tendenzen vorhanden. Aus dieser Konstellation heraus hätten sich die drei Organisationen im Klimabonus-Verein zusammengeschlossen, um die Herausforderungen im Umweltschutz zu meistern, meinte Schulte. MP

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