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Neuer Traunreuter Bauhof wurde feierlich eingeweiht

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Im Beisein zahlreicher Gäste wurde der neue Bauhof der Stadt Traunreut feierlich eingeweiht. Unser Foto zeigt (von links) Bauhofsleiter Josef Bernhofer, Christian Lanzinger vom Planungsbüro KPLAN und Bürgermeister Klaus Ritter bei der symbolischen Schlüsselübergabe. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der neue städtische Bauhof in Traunreut ist seit rund acht Monaten in Betrieb und hat sich mittlerweile auch in der Praxis gut bewährt. Gestern wurde das rund elf Millionen Euro teure Projekt mit zahlreichen Ehrengästen und Firmenvertretern feierlich eingeweiht. Durch die Neuausrichtung »alles unter einem Dach« habe man die Arbeitsabläufe wesentlich verbessern können und eine in die Zukunft gerichtete Einrichtung der Stadt geschaffen, sagte Bürgermeister Klaus Ritter.


Die Zeremonie wurde von einer Abordnung der Blaskapelle feierlich umrahmt. Den kirchlichen Segen spendeten die Traunreuter Pfarrer Stefan Hradezky (evangelische Kirchengemeinde), Thomas Tauchert (katholische Kirchengemeinde) und Constantin Bartok (rumänisch-orthodoxe Pfarrei). Neben der symbolischen Schlüsselübergabe wurde auch die Hausanschrift am Verwaltungstrakt feierlich enthüllt.

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Zuvor war alles auf mehrere Standorte verteilt

Während der Planungs- und Bauphase musste vieles Hand in Hand erledigt werden. »Das hat hervorragend geklappt«, bestätigte Ritter dem Bauhofleiter Josef Bernhofer und seinem Team sowie allen am Bau Beteiligten unter Applaus der Gäste. Auf dem rund 17 000 Quadratmeter großen Gelände im Gewerbegebiet »Äuglwald« finden die 46 Mitarbeiter jetzt alles, was zuvor noch auf mehrere Standorte verteilt war, unter einem Dach.

Die Bürger haben am heutigen Samstag von 10 bis 17 Uhr die Gelegenheit, das Großprojekt an der Philipp-Reis-Straße zu besichtigen. Es gibt auch ein buntes Rahmenprogramm. Die Mitarbeiter werden anwesend sein und den Besuchern die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des städtischen Betriebs erläutern. Für die Kinder und Junggebliebenen werden spannende Aktionen nach dem Motto »Erleben, Entdecken und Mitmachen« angeboten: Wettnageln am Nagelbalken in der Schreinerei, kreatives Gestalten und Bepflanzen von Blumentöpfen zum Mitnehmen oder künstlerisches Malen an einer Großbildwand in der Lackiererei. Es werden auch Parcours aufgebaut, um eine Runde mit Dreirädern oder Rollern zu drehen und wer möchte, kann auch in den Fahrzeugen des Bauhofs Probesitzen. Für die Verpflegung wird ebenfalls gesorgt sein. Die Einnahmen daraus kommen der Kinderkrippe zugute.

Dass der neue Bauhof, dessen Arbeiten immer umfangreicher werden, in die Zukunft ausgerichtet ist, zeigt die gewaltige Dimension der Gebäude und nicht überbauten Außenanlagen. Bernhofer sprach von einer Größenordnung, die den Arbeiten auch gerecht werde. Die Unterhaltsleistungen des Bauhofs seien sehr vielschichtig und umfangreich: Von den Mitarbeitern müssten unter anderem 100 Hektar Grünfläche gepflegt werden, 140 Kilometer Gemeindestraßen und ein 20 Kilometer langes Geh- und Radwegnetz unterhalten werden. Dazu kommen noch fünf Schulen und fünf Kindertagesstätten sowie die Schwimmbäder und die Logistik bei Hochwassereinsätzen. Weiter teilte Bernhofer mit, dass der Bauhof an 365 Tagen rund um die Uhr erreichbar sei.

Der Geschäftsführer des Planungsbüros KPLAN aus Abensberg, Christian Lanzinger, hob hervor, dass die Planung gemeinsam mit den späteren Nutzern entwickelt worden sei. Nach nur dreimonatiger Planungszeit konnte im Juni 2013 mit den Arbeiten am Industriebau begonnen werden. Die vorgefertigten Bauteile seien im sogenannten Legosystem auf die Baustelle geliefert worden. Die Arbeiten seien reibungslos und unfallfrei verlaufen und es habe auch keine Insolvenzen bei den Firmen gegeben, was heutzutage nicht selbstverständlich sei.

16 Sitzungen und 45 Beschlüsse des Stadtrats

Die Entscheidung, den Bauhof aus der Innenstadt auszusiedeln und neu zu bauen, bedurfte jahrelanger Diskussionen im Stadtrat. In 16 Sitzungen ist darüber diskutiert worden, den in der Innenstadt bestehenden Bauhof umzubauen und zu sanieren, teilte Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann mit. Im Dezember 2011 sei dann die Grundsatzentscheidung gefallen, den Bauhof im neu ausgewiesenen Gewerbegebiet »Äuglwald« neu zu bauen. Seither seien im Stadtrat insgesamt 45 Beschlüsse gefasst worden. ga