weather-image
25°

Neuer Mautautomat in Seegatterl ist in Betrieb

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Der neue Kassenautomat am Fuße der Winklmoosstraße in Seegatterl wurde jüngst in Betrieb genommen. Der alt Automat war im August von Unbekannten zerstört worden.

Reit im Winkl – Der neue Kassenautomat am Fuße der Winklmoosstraße in Seegatterl ist seit dieser Woche in Betrieb. Seit dem 5. August hatte die alte Anlage nicht funktioniert, weil ein Unbekannter das Gerät aufgebrochen und zerstört hatte. Die Kosten für den neuen Kassenautomaten übernimmt die Versicherung. Allerdings erlitt die Gemeinde Reit im Winkl Einbußen bei den Einnahmen, weil in der Zeit vor 9 Uhr früh sowie am späten Nachmittag und am Abend die Mautstation nicht besetzt und die Schranke während dieser Zeit durchgehend geöffnet war. So konnte jeder die Straße benutzen, ohne Maut zahlen zu müssen.


Bürgermeister Josef Heigenhauser schätzt den Einnahmeausfall auf einen »hohen vierstelligen Betrag«, wie er in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagte. Wer von Seegatterl die 4,2 Kilometer lange Straße zur 440 Meter höher gelegenen Winklmoosalm befährt, muss sieben Euro Maut beziehungsweise fünf Euro bezahlen, wenn er eine Kurkarte hat. Dass es rund zweieinhalb Monate gedauert hat, bis der unbefriedigende Zustand abgestellt werden konnte, begründet das Gemeindeoberhaupt damit, dass die Firma das neue Gerät erst bauen, programmieren und installieren musste. Außerdem sei die Ferienzeit dazwischen gewesen.

Anzeige

Noch keinen konkreten Hinweis gibt es auf den Randalierer, der den Automaten zerstört hat. Es existieren zwar Videoaufnahmen von dem Mann, der in der Nacht zum Freitag, 5. August, zugeschlagen hat. Er war jedoch stark vermummt, so dass man mit den Bildern wenig anfangen kann. Zudem, so hieß es aus der Polizeistation Reit im Winkl damals, seien die Aufnahmen nicht besonders scharf.

Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, Jürgen Thalmeier, bestätigte das auf Anfrage unserer Zeitung. Bei der Kriminalpolizei Traunstein wurde eine Sonderkommission gebildet, die sich speziell um die Aufklärung der zahlreichen Einbrüche in Bergbahnstationen bemüht. Es gebe noch keine konkreten Hinweise bzw. Tatverdächtige, so Thalmeier.

Wie er weiter berichtete, sei die grenzübergreifend agierende Bande im September besonders aktiv gewesen. In den letzten beiden Wochen sei die Einbruchswelle jedoch abgeebbt. Die Straftaten würden sich auf den gesamten Dienstbereich erstrecken, vom Watzmann bis zur Zugspitze: Aktiv war die Bande von Berchtesgaden über Reit im Winkl zur Kampenwand und weiter ins Allgäu und bis nach Garmisch-Partenkirchen. - K.O. -