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Neuer Fußweg neben der Alten Achenbrücke geplant

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Ein Arbeitskreis im Rahmen der Bürgerbeteiligung plant den Anbau eines eigenen Fußwegs an die alte Achenbrücke in Marquartstein. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Seit Mitte vergangenen Jahres arbeitet der Arbeitskreis »Fußgängerweg Alte Achenbrücke« für die Schaffung eines eigenen Fußgängerübergangs an der Alten Achenbrücke. Grund ist, dass die Verkehrssituation hier vor allem morgens vor Schulbeginn und mittags schwierig ist. Bei Gegenverkehr können zwei etwas größere Fahrzeuge oft kaum unbeschadet aneinander vorbeikommen. Dazu kommen oft Dutzende von Schulkindern auf dem nur einseitigen Gehsteig, sodass es immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Deshalb war die denkmalgeschützte Brücke schon vor vielen Jahren für den Lastverkehr gesperrt worden.


Dem Arbeitskreis (AK) im Rahmen der Bürgerbeteiligung gehören Toni Entfellner, Simon Bauer und Alexander Frank an. Gemeinderat Simon Bauer berichtete im Gemeinderat über den derzeitigen Sachstand. Der Arbeitskreis hatte sich eingehend mit den alten Plänen und Berechnungen für die 1912 fertiggestellte Eisenbeton-Bogenbrücke befasst. Der AK stellte fest, dass nach Plänen von 1910 bereits zu der Zeit einmal ein an die Brücke angebauter Fußweg über die Ache geplant war, der aber nie realisiert wurde. Dies sei ein wichtiges Argument auch gegenüber dem Denkmalamt, sagte Bauer. Grundsätzlich sei es möglich, einen Weg außerhalb der Brücke an die Stützbalken anzubauen. Geeignet dafür sei die nördliche Seite der Brücke flussabwärts viel eher als die südliche Seite, die mehr von Hochwassern bedroht ist.

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Angedacht sei eine leichte auskragende Stahlkonstruktion auf Höhe des jetzigen Gehwegs. Nach ersten Abstimmungen mit dem Amt für Denkmalschutz kann eine Befestigung im Wesentlichen an den bereits sanierten Unterzügen erfolgen. Nach bisherigen statischen Überlegungen sei das auch technisch umsetzbar, so Bauer.

Um einen möglichst barrierefreien Zugang zu dem Weg zu schaffen, wäre in geringem Umfang zusätzlicher Baugrund auf der Ostseite beim Brücknhäusl und auf der Westseite notwendig. Die Grundstückseigner auf beiden Seiten seien informiert und grundsätzlich gesprächsbereit, berichtete Bauer. Allerdings müssten dabei sicherlich noch offene Fragen im weiteren Planungsverlauf geklärt werden.

Bürgermeister Andreas Scheck sagte, dass auch das Denkmalamt grundsätzlich mit einem angebauten Fußweg einverstanden sei, wenn die Gestaltung mit der Behörde abgestimmt werde. Dies sei ein sehr positives Signal. Noch nicht entschieden sei, ob der alte Fußweg über die Brücke ganz wegfällt und die Fahrbahn breiter werde.

Der Arbeitskreis wird in einem nächsten Schritt die Konstruktion des Brückenanbaus genauer planen, einen voraussichtlichen Kostenplan aufstellen und detaillierte Gespräche mit den Grundeigentümern führen. Dann soll der Gemeinderat endgültig über die Realisierung des Projekts entscheiden. gi