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Neuer Flächennutzungsplan liegt öffentlich aus

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Kirchanschöring. Die Gemeinde Kirchanschöring stellt ihren Flächennutzungsplan neu auf. Den entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat bereits gefasst . In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Entwurf öffentlich vorgestellt und beschlossen, das Verfahren zur Planaufstellung einzuleiten.


Das umfangreiche Planwerk, das die Grundzüge der bodenpolitischen Entwicklung darstellt und hinreichend Spielraum lässt, hat die Planungsgruppe Strasser und Partner verfasst. Der aus mehreren Teilen bestehende Plan wird nun öffentlich ausgelegt, sodass sich jeder über die Neuregelungen informieren kann. Zudem wird den Bürgern im Rahmen von Veranstaltungen Gelegenheit gegeben, den Flächennutzungsplan zu diskutieren.

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Vor der Beschlussfassung hatten die Vertreter von Strasser und Partner, Ingenieur Andreas Jurina und Landschaftsarchitekt Peter Rubeck, Inhalt und Ziele des Planwerkes vorgestellt. Der Plan formuliert die städtebauliche Entwicklung und dient als Leitlinie für die räumliche Verteilung von verschiedenen Nutzungen innerhalb ihres Gebietes.

Konzept für Naturschutz und Landschaftspflege

Aufgabe des kommunalen Landschaftsplanes ist es, ein längerfristiges Konzept für Naturschutz, Landschaftspflege und Erholungsvorsorge aufzustellen. Das Konzept soll aufzeigen, wie der Naturhaushalt als Lebensgrundlage des Menschen gesichert, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft erhalten und die unterschiedlichen Landschaftsteile schonend genutzt werden können. Hierzu stellt der Landschaftsplan den vorhandenen und angestrebten Zustand der Natur dar, entwickelt ein Leitbild und zeigt Maßnahmen auf, die zur Lösung von Konflikten und zur Verbesserung der Verhältnisse möglich sind.

Der Flächennutzungsplan begründe zwar noch keine Bauansprüche, er binde aber die Gemeinde und andere öffentliche Planungsträger bei späteren Entscheidungen, sagte Jurina. Kirchanschöring weise eine moderate Baulandausweisung auf. »Moderat, weil man im Zuge des Projektes Leben und wirtschaften in Kirchanschöring den Altbestand wiederbeleben will«, betonte Bürgermeister Hans-Jörg Birner. Wegen des landwirtschaftlichen Betriebes habe man darauf verzichtet, im Nordwesten von Lampoding Bauflächen darzustellen. Bis zur rechtlichen Klärung habe man die neuen Bauflächen in Kothaich als Wohngebiet ausgewiesen.

In Kirchstein keine Bauparzellen-Erweiterung

Da 2. Bürgermeister Franz Portenkirchner die neuen Bauflächen in Kirchstein für zu eng abgesteckt sah, stellte er Antrag auf Erweiterung um eine Bauparzelle. Dies lehnte das Gremium aber ab. Eine große Erweiterungsfläche für Camping, Tourismus, Erholung ist in Gut Horn entstanden. Wie mehrfach betont wurde, diene sie nicht ausschließlich als Campingplatz.

Peter Rubeck sprach von 140 Biotopen, die die Landschaftsplanung listet. Dies entspreche etwa vier Prozent der Gemeindeflächen. Da es im Landkreis im Durchschnitt etwa doppelt so viele sind, regte er an, die Biotope zu vermehren. Zur Förderung der Artenvielfalt empfahl er eine Vernetzung der Biotopflächen in landwirtschaftlich nicht so hochwertigen Bereichen. Dies sei aber kein Muss. Das Gesamtwerk wird jetzt im Rathaus öffentlich ausgehängt und mit den Bürgern diskutiert. ca