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Neuer Altar in Ettendorf geweiht

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Kardinal Reinhard Marx (rechts) weihte den neuen Altar. Unser Bild zeigt ihn mit Konzelebrant Georg Lindl (Mitte) und Zeremoniar Diakon Dr. Benjamin Bihl. (Foto: Martina Zannantonio-Höß)

Traunstein – Der Ostermontag war nicht nur aufgrund des 125. Georgiritts etwas Besonderes. Bereits bevor sich die Reiter mit ihren über 400 Pferden auf den Weg zu der Filial- und Wallfahrtskirche machten, fand dort am Morgen schon ein Festgottesdienst mit Altarweihe in der vollen Kirche statt. Dazu war Kardinal Reinhard Marx in die erstmals im Jahr 1120 erwähnte Kirche gekommen, die vor allem auch als Hochzeitskirche beliebt ist.


Der vom Ebersberger Künstler Matthias Larasser-Bergmeister geschaffene Altar aus geschmiedeter Bronze mit einer Mensa, der Altarplatte aus Untersberger Marmor, wurde von Erzbischof Kardinal Reinhard Marx eingeweiht. Das Gotteshaus war voll, sodass der Gottesdienst mit Lautsprechern nach draußen übertragen werden musste für diejenigen, die keinen Platz mehr in der Kirche gefunden hatten.

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Das Kirchenoberhaupt betonte in seiner Predigt, dass Ostern vor allem Grund zu Optimismus gäbe. Christen hätten nicht den Auftrag, griesgrämig zu sein und um sich selbst zu kreisen. Es sei der Auftrag der Gläubigen, die Welt mit ihrem Optimismus und ihrer Tatkraft anzustecken. Eine Kirche auf einem Berg wie St. Vitus und Anna in Ettendorf sei ein Zeichen des Optimismus. In seiner Predigt ging Kardinal Reinhard Marx auf die Geschichte der Emmaus-Jünger aus dem Lukasevangelium ein, die auch einen Bogen zu dem Altar schlage – sei in der Evangeliumsgeschichte doch auch der Wunsch »Herr bleibe bei uns« von den beiden Jüngern ausgesprochen. »Der Altar ist ein Tisch, Gott lädt die Menschen an einen Tisch ein. Bei jeder Eucharistiefeier gibt sich Gott zu erkennen«, war eine der Aussagen der Predigt.

Die Weihe des Altars geschah dann durch die erste Eucharistie. Traditionell bei einer Altarweihe üblich besprengte Kardinal Reinhard Marx den Altar mit Weihwasser und salbte ihn mit Öl. Im Nachgang wurde Weihrauch auf dem Altar verbrannt und das Weihegebet gesprochen.

»Es war ein schönes Fest, weil die Menschen schön mitgefeiert haben, weil eine festliche Stimmung da war«, betonte Stadtpfarrer Georg Lindl, der in dem Festgottesdienst als Konzelebrant fungierte, im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Der Funke ist übergesprungen. Es hat einfach alles zusammengepasst, von der Stimmung der Menschen bis zum Wetter.« Es sei mit dem Hochfest von Ostern und dem Fest des Georgiritts ein »Festtag für den Chiemgau« gewesen. Zeremoniar bei der Altarweihe war Dr. Benjamin Bihl, der im Juni in Freising zum Priester geweiht wird und im September eine Kaplanstelle in Bad Tölz antritt. awi