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Neue Zufahrt über den »Karmerberg«?

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Wonneberg. Eine bessere Verkehrsanbindung wünschen sich die Bürger aus dem Baugebiet »Weibhausen Nordost«. Bürgermeister Josef Mayr berichtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von der Anliegerversammlung. Er verlas den Antrag von Thomas Fitz, der unterstützt wird durch zwei Unterschriftenlisten von Anliegern aus Weibhausen.


Die Gemeinde sei bereits seit Ausweisung des ersten Baugebietes an einer weiteren Verkehrsanbindung interessiert, sagte Bürgermeister Josef Mayr dazu. Nachdem damals der Fortbestand der Bahnstrecke von Waging nach Traunstein unsicher war, gab es Überlegungen, eine Zufahrt über das Bahngrundstück zu erstellen. Da dies aber auf absehbare Zeit nicht möglich sein werde, müsse nach anderen Lösungen gesucht werden. Das Problem der bestehenden Zufahrt sei, dass sie zeitweilig durch einen Lkw blockiert wurde. Hier wurde aber mit dem Anlieger eine Vereinbarung getroffen, dass immer eine Fahrspur frei bleiben muss. Bei einer Erweiterung des Baugebietes müsse aber unbedingt auf eine neue Zufahrt geachtet werden.

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Ein weiterer Vorschlag ist der Bau einer neuen Zufahrt über Oberau auf dem bestehenden Feldweg. Da das Grundstück aber nicht durchgängig der Gemeinde gehört, werde das schwierig werden. Außerdem habe eine Umfrage bei der Anliegerversammlung ergeben, dass der größere Teil Richtung Traunstein fährt und deshalb die Zufahrt über Oberau wenig genutzt würde. Zudem führe der Feldweg direkt durch das Anwesen von Willi Haberlander, auch da müsste eine Lösung gefunden werden.

Mayr berichtete, dass in Absprache mit dem Grundstückseigentümer ein Parkverbot an der Engstelle der bestehenden Zufahrt erlassen wird und die Priorität der Strecke beim Winterdienst erhöht wird.

Haberlander zeigte Verständnis für das Anliegen der Siedlungsbewohner. Dass es Schwierigkeiten gibt, wenn die einzige Zufahrt zu einer Siedlung zur Hälfte über Privatgrund verläuft, war vorhersehbar. Eine Zufahrt über Oberau würde das Problem aber nur nach Oberau verlagern, so Haberlander, der Feldweg sei ohnehin viel zu schmal, gegen einen Fußgänger- und Radweg über Oberau habe er aber nichts.

Michael Frumm-Mayer stellte anschließend seinen Vorschlag für eine neue Anbindung vor und sprach sich gegen eine neue Zufahrt über Oberau aus. Die Engstelle an der bestehenden Zufahrt sah er als Geschwindigkeitsbremse nicht unbedingt negativ, sofern das Problem mit den geparkten Lastwagen dauerhaft gelöst werden könne. Die Anbindung über ein neues Baugebiet wäre langfristig sicher die beste Lösung, zumal die Zufahrt nach Fertigstellung der Ortsumfahrung nicht mehr an die Staatsstraße, sondern an die Gemeindestraße angebunden werden könnte.

Josef Fenninger jun., dem ein Teil der Zufahrt gehört, plädierte für eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben können. Gerade im Winter sei es ein Problem, wenn er die von der Gemeinde vertraglich zugesicherten Parkplätze nutzen wolle, weil der Schnee entlang der Straße abgelagert werde. Regelmäßiger Abtransport des Schnees könnte hier Abhilfe schaffen. Für eine Testphase habe er einem Parkverbot zugestimmt.

In der Diskussion wurden verschiedene Lösungsvorschläge eingebracht, zum Beispiel die Nutzung der Parkplätze vor dem Anwesen Fietz, das Zurückschneiden der Bäume und Sträucher sowie das Freihalten einer Fahrspur durch ein Halteverbot. Die beste Lösung wäre eine neue Zufahrt über den »Karmerberg«, so die überwiegende Meinung. Anliegerin Annemarie Gebhardt bot an, dass der Schnee in ihr angrenzendes Grundstück geräumt werden könne.

Mayr schloss den Tagesordnungspunkt mit dem Vorschlag, die besprochenen Sofortmaßnahmen durchzuführen und als langfristiges Ziel eine neue Zufahrt anzustreben. Zudem soll bei nächster Gelegenheit eine Ortsbesichtigung erfolgen. fr