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Neue Urnenwand im Inzeller Friedhof geplant

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Am Inzeller Friedhof in Niederachen sollen an der Schmelzer Straße zwei zusätzliche Urnenwände errichtet werden. Die Katholische Kirchenstiftung St. Michael stellte den Antrag an die Gemeinde und der Gemeinderat war einstimmig für das Vorhaben. (Foto: Wegscheider)

Inzell – In seiner jüngsten Sitzung behandelte der Gemeinderat den Antrag der Katholischen Kirchenstiftung St. Michael zum Bau zweier zusätzlicher Urnenwände im Friedhof Niederachen an der Schmelzer Straße.


Nach dem Baugesetzbuch ist das Vorhaben zulässig. Deshalb gab es auch keinerlei Probleme bei der Abstimmung. Der Antrag wurde einstimmig abgesegnet. Laut Bürgermeister Hans Egger wird sich Pfarrer Quirin Strobl um weitere Parkplätze kümmern und das mit den Grundeigentümern abklären.

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Ebenso wenig Diskussionsbedarf gab es bei einem Bauantrag für ein neues Haus mit Garage am Dammweg 25 hinter einer Halle. Der Neubau liegt in einem allgemeinen Wohngebiet und hält die Vorgaben der Grundflächenzahl und der Geschoßflächenzahl ein. Die Zufahrt soll über den bestehenden Weg erfolgen. Einstimmig war das Gremium für den Antrag.

Abgestimmt wurde auch über eine Verlängerung des Defizitvertrags mit dem Katholischen Kindergarten St. Michael. Derzeit werden vier Gruppen betreut, die Plätze sind überwiegend belegt. Die freiwillige Betriebskostenförderung der Gemeinde vom 16. Dezember 2015 endet zum 31. August. Die Katholische Pfarrkirchenstiftung schlug nun eine Verlängerung des Vertrags um ein weiteres Jahr vor. Alle weiteren Vereinbarungen und Vertragsinhalte sollen unberührt bleiben. Der Gemeinderat stimmte der Vertragsverlängerung einstimmig zu.

Dritter Bürgermeister Michael Lorenz schlug eine »Arbeitsgruppe Tourismus« vor, zu der auch ITG-Vorsitzender Gerhard Steinbacher gehören sollte. Themen wären zum Beispiel die Beschilderung der Wanderwege, der Bergwalderlebnispfad und dergleichen. Generell soll darüber diskutiert werden, was aus touristischer Sicht umsetzbar ist in der Gemeinde (allgemeine Sachen im Ort).

Christian Mailhammer (CSU) berichtete über den Pölz-Cup, ein Kinder-Mountainbike-Rennen, in Inzell. Am Start waren über 180 Teilnehmer aus den oberbayerischen Landkreisen im Alter von 6 bis 19 Jahren. Besonders würdigte er die Gemeindeverwaltung, denn in Absprache konnten Veränderungen im Wald am Eisstadion für die Parcoursstrecke umgesetzt werden.

Annelie Gromoll (OBIC-FW) unterrichtete die Gemeinderäte über eine Broschüre des Bezirks Oberbayern für Personen, die suizidgefährdet sind. »Oft weiß man nicht wohin, wenn man in seelischer Not ist, oder wem man sich anvertrauen kann«, so Gromoll. »Fachleute können dabei helfen, wenn schnelle Hilfe für Leute in psychischer Not gebraucht wird«. Die Notrufnummer sollte auch im Gemeindeanzeiger aufgenommen und im Rathaus ausgehängt werden, riet sie.

Weiter appellierte sie, Vermieter, die Wohnungen für Neubürger mit Migrationshintergrund zur Verfügung stellen können, sollten sich an die Gemeinde wenden. Migranten aus Übersee und Engelsberg hätten bereits eine Wohnung in Inzell gefunden. Die Zusammenarbeit sei notwendig und wichtig. Wenn nun Inzeller Asylbewerber eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, wäre es auch sinnvoll, wenn diese in der eigenen Gemeinde, in der sie vielleicht schon eine Arbeit gefunden haben, auch eine Bleibe finden. Derzeit sind in Inzell im Berghof und im Gasthaus Boden Asylbewerber untergebracht.

Willi Hess (SPD) fragte nach dem Stand beim Waldkindergarten. Bürgermeister Egger sprach davon, dass man mit dem Bau begonnen habe und der Betrieb planmäßig im September 2017 starten soll. hw