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Neue Turnhalle teurer als geplant

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Die Gesamtkosten für die Turnhalle lagen letztlich bei 3,57 Millionen Euro. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Bürgermeister Georg Schützinger informierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Endabrechnung für die neue Turn- und Mehrzweckhalle Grabenstätt: Die Maßnahme schließe mit Gesamtausgaben in Höhe von rund 3 565 843 Euro ab. Im Vergleich zur ursprünglichen Kostenberechnung von 3 365 000 Euro im Jahre 2010 ergäben sich somit Mehrkosten in Höhe von rund 200 843 Euro.


Dies entspreche einer Kostensteigerung von 5,97 Prozent, welche im Übrigen mit dem zugrunde liegenden Baupreisindex übereinstimme, so der Rathauschef. Die Gesamteinnahmen einschließlich der Barmittel des TSV Grabenstätt würden rund 847 502 Euro betragen und die Gesamtbelastung der Gemeinde liege bei rund 2 718 342 Euro.

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Auf die Frage von Gemeinderätin Anita Kohlbeck (SPD), warum die weiteren Eigenleistungen des TSV Grabenstätt in Höhe von 116 383 Euro nicht detailliert aufgeschlüsselt worden seien, betonte Schützinger, dass es sich hier um eine Übersicht der tatsächlich bezahlten Beträge der Gemeinde handle. Wie der Vorsitzende des TSV Grabenstätt, Gemeinderat Roman Metzner (CSU), anmerkte, »ist die Maßnahme mittlerweile komplett abgewickelt und das Thema damit abgeschlossen.« Die 460 000 Euro Fördermittel vom BLSV seien komplett ausgezahlt worden, betonte der Bürgermeister. Gleiches gelte für die FAG-Mittel (schulische Förderung) in Höhe von 235 000 Euro. »Wir können alle stolz sein und uns freuen, was da geleistet wurde«, bedankte sich Metzner bei allen Spendern, dem Förderverein »Eine Halle für Grabenstätt«, der Gemeinde und ganz besonders allen ehrenamtlichen Helfern, die auf der Baustelle insgesamt an die 6000 Arbeitsstunden geleistet hätten. Der Eigenleistungsanteil des TSV setze sich aus Geld- und Sachspenden, Material, Maschinen und Arbeitsleitung zusammen, so Metzner.

»Letztes Messintervall noch abwarten«

Auf die Frage von Gemeinderat Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe), wie es in Zukunft mit der Marwanger Wasserversorgung weitergehe, betonte Bürgermeister Georg Schützinger, dass das letzte Messintervall noch abzuwarten sei. Bis März werde es sich aber entscheiden, wie man in dieser Angelegenheit weiter verfahre.

Aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses vom Januar letzten Jahres wird das Gebiet der Wasserversorgung Marwang seit Februar mit Wasser des Wasserbeschaffungsverbandes Grabenstätt versorgt. Einige Marwanger Bürger hatten ihre gesundheitlichen Probleme auf das angeblich korrosive Trinkwasser aus dem Brunnen Eggerhauser Holz zurückgeführt. Auch wenn diese Bedenken unter anderem vonseiten des Gesundheitsamtes Traunstein zerstreut wurden, zog die Gemeinde damals die Reißleine und richtete einen Notverbund ein. Seitdem beziehen auch die Bürger in Hirschau, Hagenau, Marwang, Obereggerhausen sowie Ober- und Unterhochstätt ihr Wasser aus der Steinweiherquelle. Der Wasserpreis hatte sich dadurch aber von 60 Cent auf 1,20 Euro pro Kubikmeter verdoppelt.

Aus nichtöffentlicher Sitzung bekanntgegeben wurde die Auftragsvergabe für die Verbau- und Sanierungsarbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden am Grabenstätter Mühlbach, im Bereich der oberen Entermühlstraße, an die Siegsdorfer Firma Heinz Kecht zum Bruttoangebotspreis von rund 57 207 Euro. mmü