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Neue Sturmwarnleuchten kommen an die Ufer

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Der Landkreis ersetzt in diesem Jahr die alten Sturmwarnleuchten an den Seen durch neue. In Waging am Strandkurhaus steht schon ein Exemplar mit LED-Technik. Diese neue Leuchte ist 2017 vom Gut Horn zum Strandkurhaus verlegt worden. (Foto: Sojer)

Vorsicht ist geboten, wenn es blinkt. 40 Blitze pro Minute bedeuten, dass ein starker Wind aufkommen wird, 90 kündigen einen Sturm an. Wassersportler auf den Seen im Landkreis Traunstein kennen diese Signale, die die Warnleuchten am Ufer aussenden, falls Gefahr in Verzug ist. Diese Stationen leisten seit Jahren und Jahrzehnten wertvolle Dienste. Damit sie auch weiterhin für Sicherheit sorgen können, erfolgt nun ein Austausch. Der Landkreis ersetzt die alten Leuchten durch neue – und zwar mit Leuchtdioden (LED).


Noch herrscht die Winterruhe auf dem Chiem-, dem Waginger und dem Tachinger See. Segler wie Surfer halten sich zurück, mit ihren Booten und Brettern hinauszufahren. Und auch an Land blinkt noch nichts. Doch die Wassersportler stehen in den Startlöchern – und so legt nun auch der Landkreis den Schalter um: Auch in diesem Jahr betreibt er den Sturmwarndienst wieder von April bis Oktober. Und zum Start in die neue Saison fängt er jetzt damit an, die insgesamt 16 Leuchten an den drei Seen auszutauschen.

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Die ersten zehn optischen Sturmwarnleuchten am Chiemsee seien im Jahr 1972 errichtet worden, berichtete Michael Reithmeier, der Pressesprecher im Landratsamt, auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts. Nach über 45 Betriebsjahren seien sie nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. »Die Sturmwarnleuchten werden nun sukzessive ersetzt.« Schritt für Schritt bringt der Landkreis die neue LED-Technik an die alten Stationen. Die ersten Leuchten seien bereits, wie der Pressesprecher des Landratamts berichtet, ausgetauscht worden. In den folgenden Wochen und Monaten folgen seinen Angaben zufolge weitere Montagen. Bis spätestens Ende Oktober – wenn dann der Landkreis also mit seinem Sturmwarndienst in die nächste Winterpause geht – sei der Austausch der Technik dann abgeschlossen.

Die Installationskosten betragen 125 000 Euro. Auf diesen Ausgaben in voller Höhe bleibt der Landkreis jedoch nicht sitzen. So erwartet er, dass er 15 000 Euro als staatlichen Zuschuss in die Kasse bekommt. Und der Pressesprecher des Landratsamts erläutert auch die künftige finanzielle Belastung: »Die jährlichen Folgekosten betragen 10 000 Euro.«

Am Chiemsee befinden sich zwölf Sturmwarnleuchten, am Waginger und Tachinger See vier weitere. Und sie alle geben Alarm, wenn der Wind gefährlich zunimmt: wenn ein Sturm aufzieht.

Mit 40 Blitzen pro Minute warnen sie vor einem starken Wind. Die Botschaft an die Wassersportler auf dem See lautet dann, die Wetterentwicklung sorgfältig zu beobachten und sich darauf einzustellen, das Wasser womöglich kurzfristig zu verlassen. 40 Blitze in 60 Sekunden sagen Windböen oder anhaltenden Wind von sechs und sieben Beaufort, von 39 bis 61 km/h, voraus. Der Alarm wird ungefähr eine Stunde vor dem erwarteten Eintreffen des Starkwinds ausgelöst.

90 Blitze pro Minute warnen vor einem Sturm. Die Aufforderung an die Wassersportler lautet dann, unverzüglich alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und insbesondere das Ufer oder windgeschützte Stellen aufzusuchen. Wenn die Leuchten so schnell blinken, dann sind Sturmböen von acht und mehr Beaufort, also von 62 km/h und mehr, zu erwarten. Wie im Vorfeld des starken Windes beginnt auch in diesem Fall die Warnung ungefähr 60 Minuten vor dem erwarteten Eintreffen des Sturms. pü