weather-image
25°

Neue Sonderausstellung im Naturkundemuseum

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Fossile Funde aus Afrika können in der Sonderausstellung »Fossiles Afrika – Aus der Vergangenheit eines alten Kontinents« betrachtet werden.

Siegsdorf. Fossile Funde aus Afrika, Einblicke in die Geschichte der Evolution und die Entwicklung des Ökosystems: dies und noch viel mehr ist in der neuen Sonderausstellung im Siegsdorfer Naturkunde- und Mammutmuseum zu sehen.


Das Paläontologische Museum München wirft mit seinen Exponaten Licht auf besonders spannende Abschnitte in der Geschichte des Lebens: Von den Anfängen mikrobiellen Lebens vor über drei Milliarden Jahren, über die ersten Tiere, ihre Baupläne und Lebensweisen, bis hin zu den Zeitaltern der Saurier und der heutigen Säugetiere.

Anzeige

Der Kontinent Afrika hat eine lange geologische Geschichte. Er entstand in der Urzeit der Erde aus verschiedenen Krustensegmenten und war zeitweise selbst ein »Puzzlestück inmitten größerer Superkontinente«. Die Evolution des Lebens wurde und wird durch die Verschiebung der Kontinente und Änderungen des Klimas stark beeinflusst. Globale Katastrophen und Klimaveränderungen bedeuteten stets tiefe Einschnitte für die Lebenswelt. Sie führten zu Massenaussterben und anschließendem Wiedererblühen neuer Arten. Afrikas Fauna und Flora – an Land oder im Meer – sind zu manchen Zeiten besonders gut dokumentiert und gewähren tiefe Einblicke in bedeutende Abschnitte der Evolution und die Entwicklung von Ökosystemen. Vielen Tiergruppen begegnet man ihn Afrikas Ablagerungen sogar zum ersten Mal: Ammoniten, Krokodile und schließlich auch der Mensch.

Das besondere Interesse der Forscher lag vor allem auf den Resten von Wirbeltieren der verschiedenen Zeitalter. Für die paläontologische Forschung sind speziell die Vorläufer der Säugetiere von herausragendem Wert. Ihre oft skurril anmutenden Skelettformen verraten einiges über ihre Lebensweise und den Stand der Wirbeltier-Evolution in der Vorgeschichte des Trias.

An der Erforschung der Geologie Afrikas waren im 19. und 20. Jahrhundert auch Münchner Paläontologen beteiligt, durch deren Pionierarbeit eine Vielzahl von afrikanischen Sammlungsobjekten in die bayerische Landeshauptstadt gelangten. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie die Sammlung afrikanischer Funde erneut erweitert und es so möglich gemacht, eine Sonderausstellung zu konzipieren. Die Ausstellung ist ab dem heutigen Samstag im Keller des Siegsdorfer Naturkunde- und Mammutmuseums zu sehen. Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. FK