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Neue Sechser-Sesselbahn im Skigebiet Winklmoos

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Die Talstation der neuen Kammerkör-Sechser-Sesselbahn wurde um 900 Meter in Richtung Schwarzlofer-Lift verlegt. Bis zu 2400 Wintersportler kann die Bahn mit ihren 77 Sesseln pro Stunde transportieren. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. In knapp drei Monaten beginnt im grenzüberschreitenden Skigebiet Winklmoos/Steinplatte die neue Skisaison, derzeit laufen die Wartungsarbeiten bei den Liften und den verschiedenen Stationen auf Hochtouren. Für die Dreier-Sesselbahn Kammerkör allerdings bedeutete dieser Sommer das Ende ihrer Dienstzeit.


Die aus dem Jahr 1980 stammende Sesselbahn, die von der Bergstation Kammerkör in Richtung Stallenalm verlief, wurde komplett abgerissen. Sie wurde ersetzt durch eine neue Sechser-Sesselbahn, die allerdings deutlich versetzt errichtet wurde. Acht Millionen Euro hat sich der Betreiber der Liftanlagen, die Steinplatten-Aufschließungs-GmbH & Co KG diese neue Sesselbahn kosten lassen.

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»Wir gehören nicht zu den ganz großen Skigebieten, unser Weg kann nur sein, immer wieder die Qualität und den Komfort unseres Gebietes immer weiter zu verbessern«, wie der 60-jährige Chef Andreas Brandtner das Bauprojekt begründet. Damit bleibt sich das Unternehmen in seiner Grundhaltung treu, immer wieder wurden in den vergangenen Jahren ältere Liftanlagen durch moderne ersetzt oder es wurden gleich neue erbaut wie die Gondelbahn von Seegatterl auf die Winklmoosalm. 2009 war diese nach gut einer halbjährigen Bauzeit in Betrieb gegangen. Die neue Kammerkör-Sechser-Sesselbahn hat nun deutlich mehr Kapazität als das Vorgängermodell, auf einer Gesamtlänge von 1600 Metern können 77 Sessel eingehängt, bis zu 2400 Wintersportler können so pro Stunde befördert werden. Die Talstation der neuen Bahn wurde um 900 Meter in Richtung Schwarzlofer-Lift verlagert, womit ein neuer Hang für die Skifahrer erschlossen wurde. Dort mussten auch einige Bäume und Sträucher weichen, um diesen Hang speziell für Tiefschneefahrer noch besser nutzen zu können. Von der Verlagerung der Talstation und dem Zugewinn eines weiteren Skihangs erhofft sich Liftbetreiber Andreas Brandtner aber auch, »dass ein teilweise hohes Aufkommen von Skifahrern und Snowboardern im Zentrum des Skigebiets etwas entzerrt werden kann.« Etwas versetzt wurde aber auch die Bergstation dieses neuen Sessellifts erbaut, der mit beheizbaren Sitzen und transparenten Wetterschutzhauben ausgerüstet ist. Oben am Ende des Lifts wird derzeit eine neue Gaststätte, der »Panoramastadel«, errichtet.

All das – wie auch der derzeitige Umbau der Möseralm – soll zum Beginn der neuen Skisaison fertig sein, schon in Kürze wird die neue Sesselbahn ihren Probebetrieb aufnehmen, ehe sie von den Behörden nochmals überprüft wird. »Und von uns aus kann es dann Ende November zunächst an den Wochenenden losgehen«, so Brandtner. Ab Mitte Dezember soll die Bahn mitsamt dem neuen Kammerkör-Lift dann täglich in Betrieb sein. ost