weather-image

Neue Schulleiterin im Löhezentrum

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die neue Leiterin am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum, Christa Rinner (2. von rechts), wurde gestern offiziell in ihr Amt eingeführt. Ihr zur Seite standen (von links) Thomas Zugehör, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Traunstein, Dekan Peter Bertram, Margarete Winnichner von der Diakonie und Regierungsschuldirektorin Martina Löschberger. (Foto: Mix)

Traunreut. Christine Berger-Rinner ist seit Beginn des Schuljahres neue Leiterin am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum. Am gestrigen Freitag wurde sie mit einem Gottesdienst offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Sie ist die Nachfolgerin von Dr. Hans Straßer, der im Juli in Ruhestand ging.


Die neue Schulleiterin blickt auf mehr als 25 Jahre Erfahrung im Förderschulbereich zurück. Sie arbeitete als Sonderschullehrerin mit Zusatzausbildung für Schwerhörige und Gehörlose 20 Jahre lang am Förderzentrum in Traunstein und war die letzten sechs Jahre Leiterin des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) in Ruhpolding. Für die neue Stelle am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut bewarb sie sich, da sie die Schule mit den zwei Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung sehr attraktiv findet und hier noch so manchen Spielraum für Gestaltungsmöglichkeiten sieht. Außerdem liege die Schule näher an ihrem Wohnort Tyrlaching, was den täglichen Weg zur Arbeit doch erheblich verkürze.

Anzeige

Christa Rinner will an ihrem neuen Wirkungsort auf lange Sicht die Einrichtung einer gebundenen Ganztagesklasse realisieren. »Der Bedarf dafür ist auf jeden Fall gegeben«, erklärte sie im Gespräch mit der Heimatzeitung. Außerdem arbeite sie zusammen mit dem Kollegium an der Umsetzung des neuen Lehrplanes und der Installation von Jugendsozialarbeit an der Schule.

Die enge Zusammenarbeit des Löhe-Förderzentrums mit der Inklusionsschule in Trostberg, die von Sonderschullehrern aus Traunreut in den Tandemklassen unterstützt wird, sieht Christa Rinner sehr positiv. Für sie gilt: »Eltern sollen immer die Wahlmöglichkeit haben zwischen einer Regelschule und einer Förderschule, die besonders intensiv fördern kann. Dazu muss man sie entsprechend beraten, denn nicht für jedes Kind passt jeder Weg.«

Die neue Schulleiterin ist neben ihrem Beruf auch ehrenamtlich tätig und kümmert sich um Menschen mit Handicaps. So ist sie seit kurzem Vorsitzende des Theatervereins »Du und ich«, der Theateraufführungen mit Menschen mit und ohne Behinderung auf die Bühne bringt. Außerdem ist sie seit vielen Jahren Vorsitzende des Montessori-Förderkreises Tyrlaching. In der Familie der Schulleiterin spielt die Sonderpädagogik eine große Rolle. Der Mann von Christa Rinner ist ebenfalls Sonderschullehrer und der Sohn studiert das gleiche Fach. Die Tochter macht demnächst Abitur.

Zur offiziellen Amtseinführung in Traunreut kam der evangelische Oberkirchenrat Detlev Bierbaum aus München. Er ging in seiner Ansprache auf die Bibelstelle »lasst die Kinder zu mir kommen« ein und betonte, dass Gott jedes einzelne Kind lieb sei. Und so sollte es auch bei Lehrkräften und Schulleitung am Löhezentrum sein.

Diakonie-Geschäftsführer Thomas Zugehör fasste die Aufgaben der Schulleitung zusammen und meinte, dass Christa Rinner nicht nur stets ein offenes Ohr haben möge für Schüler, Lehrkräfte und Eltern, sondern auch dafür sorgen solle, »dass Nächsten- und Gottesliebe immer Teil der Schulkultur sind«. Dekan Peter Bertram nahm die offizielle Einführung vor, bei der Christa Rinner ihre beiden Patinnen Margarete Winnichner und Regierungsschuldirektorin Martina Löschberger zur Seite standen.

Christa Rinner erklärte vor der versammelten Schulgemeinschaft: »Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich hier sein darf, und freue mich, dass ich so herzlich aufgenommen wurde.« Den Schülern wünschte sie, »dass ihr euch hier wohlfühlt und jeden Tag gerne in unsere Schule geht«. mix