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Neue Preise fürs Wasser

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Marquartstein – Die Gebühren für Kanal und Wasser müssen kostendeckend berechnet sein, erklärte Marquartsteins Bürgermeister Andreas Scheck in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mindestens alle vier Jahre werden die tatsächlich anfallenden Kosten neu überprüft. Kostenüberdeckungen oder -unterdeckungen müssen nach dem Kommunalabgabengesetz ausgeglichen werden.


Die neueste Kalkulation beim Trinkwasser ergab nach der Erhöhung der Verbrauchsgebühren im Jahr 2010 auf 2,50 Euro pro Kubikmeter nun eine leichte Preissenkung auf 2,26 Euro pro Kubikmeter, berichtete Verwaltungsleiter Florian Stephan. Dabei trugen die Investitionen für das neue Gebäude des Wasserwerks am Achendamm kaum zu den Kosten bei, da sie auf einen Zeitraum von 40 Jahren angerechnet werden.

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Beim Abwasser ist demgegenüber aber eine deutliche Preiserhöhung von 0,62 auf 1,33 Euro pro Kubikmeter Abwasser zu verzeichnen. Grund sei die derzeitige Sanierung der Abwasserkanäle in Alt-Marquartstein und Freiweidach, erklärte der Bürgermeister, was sich ungefähr zur Hälfte auf den Verbrauchspreis auswirke. Insgesamt ergebe sich so für Wasser und Kanal eine Preiserhöhung um rund 15 Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit rund 200 Kubikmeter Wasserverbrauch pro Jahr bedeute das Mehrkosten von rund 100 Euro pro Jahr.

Künftig werde man versuchen, die notwendigen Sanierungsarbeiten für den Kanal zeitlich mehr zu verteilen, damit »solch großstufige Gebührenanpassungen« vermieden werden könnten, versprach Scheck. Da es sich lediglich um eine Bekanntgabe der Gebührenkalkulation handelte, musste der Gemeinderat nicht darüber abstimmen. Die dazu gehörenden Satzungen zur Wasserabgabe und zur Entwässerung beschloss der Gemeinderat einstimmig. gi

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