weather-image

Neue Nutzung für das Zischek-Gebäude diskutiert

5.0
5.0

Vachendorf. Über das weitere Vorgehen beim Zischek-Gebäude hat der Vachendorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beraten. Bürgermeister Rainer Schroll erklärte, die Gemeinde habe das Gebäude gekauft. Nun müsse eine Lösung für die Verwertung des Grundstücks gefunden werden.


Den Ausführungen Schrolls zufolge sei ein Abbruch des Gebäudes die kostengünstigste Lösung. Dieser würde mit rund 45 000 Euro zu Buche schlagen. Die Schaffung eines Parkplatzes würde dann etwa 50 000 Euro kosten. Damit hätte die Gemeinde einschließlich des Kaufpreises von 170 000 Euro insgesamt rund 265 000 Euro investiert. Eine weitere Möglichkeit sei die Sanierung des Gebäudes und eine anschließende Nutzung für Vereine oder als Kulturhaus. Das Gewerbegebäude aus dem Jahr 1891, das ursprünglich als Gaststätte genutzt worden sei, würde bei einer Sanierung mit 60 Prozent bezuschusst werden. Ebenso sei bereits ein Förderantrag beim Leader-Projekt gestellt.

Anzeige

Der Bürgermeister schlug vor, das Gebäude zu sanieren, sodass es die Vereine nutzen könnten. Im Untergeschoß könnte eventuell ein kleiner Saal entstehen, für Proben des Trachtenvereins, Bürgerversammlungen, Gemeinderatssitzungen usw. Eine grobe Kostenschätzung für die Sanierung der beiden Gebäude liege bei rund 1,1 Millionen Euro. Wenn lediglich das Hauptgebäude saniert würde, würden sich die Kosten auf rund 900 000 Euro verringern.

Sanierung wäre durchaus finanzierbar

Der Zuschuss könne nur dann fließen, wenn die Räume unentgeltlich zur Verfügung gestellt würden, so Schroll, der anmerkte, dass die Summe, die für die Gemeinde anfielen, durchaus finanzierbar wäre. Der Bürgermeister informierte die Gemeinderäte noch darüber, dass er bereits mit umliegenden Gemeinden im Gespräch sei, um in das Förderprogramm für interkommunale Zusammenarbeit aufgenommen zu werden, da dadurch die Fördersumme im Ganzen gewährt würde.

In der Diskussion wurde von Seiten der Gemeinderäte angesprochen, dass ein derartiges Gebäude nicht für Festlichkeiten genutzt werden solle, da jeglicher Ausschank für die ortsansässigen Wirte schädlich wäre. Auch die dadurch möglicherweise entstehende Parkplatzproblematik könnte sich verschärfen, da mehr Fahrzeugaufkommen anfallen werde. Diese Problematik müsse in der bevorstehenden Planung dargestellt werden. Außerdem wurde der Wunsch geäußert, den vorhandenen Garten zu erhalten, da dieser sehr effektiv für etwaige Veranstaltungen usw. genutzt werden könnte. Der Gemeinderat erteilte dem Bürgermeister einstimmig das Mandat für die Beauftragung von Planern und Statikern, um das weitere Vorgehen darlegen zu können.

Einverstanden war das Gremium mit der Änderung des Bebauungsplans »Spielwang« auf Antrag eines Bauwerbers, da dieser erheblich über die vorhandenen Baugrenzen hinaus bauen will. Ferner werden zahlreiche Vorgaben des Bebauungsplans nicht eingehalten. Dies trifft hauptsächlich auf das Dach zu. Die Geschoßflächenzahl (GFZ) von 0,3 soll nicht überschritten werden.

Sein Einverständnis erteilte der Gemeinderat zum Bau eines Pferdestalls mit einem Auslauf für die Pferde (Paddock) in Mühlen. Der Bürgermeister in-formierte die Gemeinderäte darüber, dass wegen des geplanten Geh- und Radwegs in Mühlen der vorhandene Stall beim betroffenen Anwesen nicht mehr nutzbar sei. Nun solle ein neuer Pferdestall gebaut werden. Das Bauamt des Landratsamts sei grundsätzlich einverstanden. Die genaue Lage des Pferdestalls sei jedoch mit dem Bauwerber, der Gemeinde und den Fachbehörden abzustimmen.

Marlies Kruse berichtete über die europäische Wasserrichtlinie zum Oberflächen- und Grundwasserschutz. Da 90 Prozent der Ziele noch nicht erreicht seien, werde es voraussichtlich eine Verlängerung bis 2027 geben. Die Investitionssumme für die Maßnahmen belaufe sich auf rund 47 Millionen Euro. Hauptziel sei die Wiederherstellung der Durchläufigkeit der Fließgewässer. Dafür seien Fördermöglichkeiten bis 75 Prozent möglich.

Gewässerkonzept: Es besteht kein Handlungsbedarf

Für die Gemeinde Vachendorf sei bereits 2004 ein Gewässerentwicklungskonzept erstellt worden. Es bestehe je-doch kein Handlungsbedarf, da eine sehr gute Gewässersituation vorliege. Dennoch müsse auch in Zukunft das Gewässerentwicklungskonzept aktuell gehalten werden, sodass fortwährend Synergien bezüglich des Hochwasserschutzes aufrechterhalten blieben. Die Gemeinde sei auf dem richtigen Weg. Insbesondere durch Gewässerrückbau, Wehre und Umgehungsrinnen, die besonders für das Fischaufkommen notwendig sei, stelle neue Herausforderungen dar. Bjr

Dieses Video könnte Sie auch interessieren: