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Neue Löschfahrzeuge für die Feuerwehren

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Das Gerätehaus der Feuerwehr Hochberg ist zu klein für ein neues Fahrzeug. Außerdem gibt es dort keine sanitären Anlagen, kein fließendes Wasser und keine Heizung. Die Verwaltung wurde nun vom Stadtrat beauftragt, hier eine Lösung zu finden. (Foto: Reiter)

Traunstein – Für die Feuerwehren Haslach, Kammer und Wolkersdorf werden neue Löschfahrzeuge (TSF-L) angeschafft. Einem entsprechenden Antrag stimmte der Traunsteiner Stadtrat einhellig zu. Die Feuerwehr Hochberg muss sich noch etwas gedulden, denn hier muss erst die Gebäudesituation geklärt werden. Denn ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank hätte in dem jetzigen Feuerwehrhaus keinen Platz. Die Feuerwehr Traunstein bekommt einen neuen Kommandowagen. Dafür wurden im Haushalt 2015 bereits 50 000 Euro veranschlagt. Der Feuerwehrverein beteiligt sich mit 15 000 Euro an der Beschaffung.


»Die Fahrzeuge der Feuerwehren sind in die Jahre gekommen«, begründete Oberbürgermeister Christian Kegel die Anschaffung. Außerdem würden die Einsatzgebiete der Feuerwehren immer größer, deshalb müssten sie auch entsprechend ausgerüstet sein.

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Das Löschfahrzeug aus Kammer ist aus dem Jahr 1985, das der Feuerwehr Wolkersdorf aus dem Jahr 1989 und auch das Fahrzeug der Feuerwehr Haslach ist über 20 Jahre alt. Deshalb wird es nun eine Sammelbestellung geben. Es werden drei sogenannte Tragkraftspritzenfahrzeuge Logistik (TSF-L) angeschafft. Ein Fahrzeug dieses Typs kostet zwischen 175 000 Euro und 195 000 Euro (mit Allrad), »wobei jedes Fahrzeug mit 40 000 Euro gefördert wird«, wie Oberbürgermeister Christian Kegel sagte.

Die Feuerwehr Haslach bekommt außerdem noch ein sogenanntes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20), das allerdings erst in zwei Jahren angeschafft wird. Hier werden Mittel von 480 000 Euro im Finanzplanungsjahr 2017 bereitgestellt. Die Stadt rechnet mit Fördergeldern in Höhe von 100 000 bis 120 000 Euro.

»Hat schon viele Bemühungen gegeben«

Die Feuerwehr Hochberg wird ein neues Fahrzeug bekommen, wenn die Gebäudesituation geklärt ist. »Hier hat es schon viele Bemühungen gegeben, eine Lösung zu finden«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Dabei sei in die verschiedensten Richtungen gedacht worden. »Eine Scheune oder ein Stall, wo das Fahrzeug untergestellt werden kann, der Umbau des alten Feuerwehrhauses oder auch ein Neubau.«

Das jetzige Feuerwehrhaus sei völlig ungeeignet, sagte Amtsleiter Manfred Bulka, der in der Stadt unter anderem für Brand- und Zivilschutz zuständig ist. »Wir müssen uns hier unbedingt nach einer anderen Lösung umschauen.« Denn das Gebäude entspreche nicht mehr dem heutigen Standard. Dort gebe es kein fließendes Wasser, keine sanitären Anlagen und keine geregelte Heizung.

Die Stadt hatte bereits ein Grundstück nordwestlich des Sendemasts am Hochberg ins Auge gefasst, auf dem ein neues Gerätehaus gebaut werden könnte. Doch laut Oberbürgermeister Christian Kegel ist der Bau dort planungsrechtlich nicht möglich. »Das Gebiet liegt im Außenbereich, die Regierung würde einer Privilegierung nicht zustimmen.«

Das sahen Josef Kaiser (UW) und Dr. Christian Hümmer (CSU) anders. »Wir sollten uns diese Möglichkeit offen lassen und schauen, dass dort Baurecht geschaffen wird«, sagte Kaiser und Hümmer ergänzte: »Baurechtlich komme ich mit der Begründung nicht zurecht. Ich denke schon, dass wir die Regierung überzeugen könnten. Ansonsten würden wir schlecht verhandeln.«

Die Verwaltung wurde vom Stadtrat einstimmig beauftragt, Gespräche mit Nachbarn zu führen bezüglich der Möglichkeit des Baus eines Unterstands für ein neues Fahrzeug. Außerdem sollen weitere Gespräche mit Fachstellen geführt werden, ob es nicht doch eine Lösung geben könnte bezüglich des angedachten Grundstücks. KR