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Neue Heizungstechnik für Klärwerk zu teuer

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Zu teuer ist den Gemeinderäten die Erneuerung der Heizungstechnik in der Kläranlage. Deshalb wollen sie die Ausschreibung aufheben und die Gewerke separat ausschreiben. (Foto: Bauregger)

Inzell. Ein unbefriedigendes Ergebnis hat auch die zweite Ausschreibung zur dringend erforderlichen Erneuerung der Heizungstechnik im Inzeller Klärwerk gebracht. Nur ein gültiges Angebot wurde abgegeben. Es ist um 24 Prozent teurer als die Kostenschätzung. Dass das Unternehmen ihren Sitz im Bayerischen Wald hat und im Fall einer Störung lange Anfahrtszeiten anfallen würden, störte nicht nur den stellvertretenden Bürgermeister Hans Egger.


Kontrovers geführte Diskussion

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Zudem müsste nach Ablauf der Gewährleistung nach vier Jahren ziemlich sicher wieder eine örtliche Firma die Betreuung übernehmen. Nach kontrovers geführter Diskussion zwischen dem Gemeinderat, dem Bürgermeister Martin Hobmaier und dem Geschäftsleiter Walter Neudeckern sprachen sich 12 gegen 3 Gemeinderatsmitglieder dafür aus, die Ausschreibung, wenn dies rechtlich möglich ist, aufzuheben, und in mehreren, kleineren Teillosen neu auszuschreiben.

Einstimmig befürworteten die Räte die Vergabe von Kanaluntersuchungen zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes an die Firma KMG in Lauter. Die hierfür geplanten Kosten von 15 000 Euro werden nur um gut 200 Euro überschritten.

Wegen Einwänden des Bayerischen Kommunalen Prüfverbandes sah sich der Gemeinderat gezwungen, die Schülerbeförderung für die nächsten vier Jahre neu auszuschreiben. Hobmaier betonte, dass die Gemeinde mit der derzeitigen Abwicklung durch das Busunternehmen Fegg uneingeschränkt zufrieden sei, die angespannte Haushaltslage aber eine freiwillige Übernahme nicht bezuschussungsfähiger Kosten durch die Gemeinde nicht mehr möglich mache.

Ohne Gegenstimme befürworteten die Gemeinderäte auch die Einrichtung einer Krippengruppe im Katholischen Kindergarten St. Michael in Inzell. Hierfür müssen noch Umbauten für 8000 Euro vorgenommen werden. Für die Einrichtungen ist ein Zuschuss von 6250 Euro bei der Regierung von Oberbayern beantragt.

Annelie Gromolls Antrag, Gerhard Steinbacher von der ITG in der nichtöffentlichen Sitzung zur Veröffentlichung der Jahresrechnung zu befragen, wurde abgelehnt. wb