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Neue Halle in Unterstetten eingeweiht

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Vereinsvorsitzender  Heinrich  Wolfgruber (links)  mit  Bürgermeister  und  Schirmherr  Thomas Gasser. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – »Für den Rassegeflügel- und Vogelzuchtverein Freilassing-Teisendorf und Umgebung ist hier etwas Einzigartiges entstanden«, zeigte sich Projektleiter Franz Klinger begeistert und sprach gar von einem »historischen Tag«. Mit großem Stolz feierte der Verein, der bisher zur Miete untergebracht war, die Einweihung seines ersten eigenen Hauses, einer 320 Quadratmeter großen Halle.


Die Reden des Vereinsvorsitzenden Heinrich Wolfgruber, von Projektleiter Franz Klinger und von Bauleiter Anton Maier standen im Zeichen des Danks für das große Engagement der vielen Helfer auf der Baustelle, privaten Spender sowie Sponsoren und Unterstützer. Wolfgruber dankte besonders der Gemeinde, die das Grundstück im Erbbaurecht verpachtet und den Verein in jeder Weise unterstützt habe.

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Der Ausstellungsraum ist 185 Quadratmeter groß

Die neue Halle misst laut Vorsitzendem 25 mal 12,8 Meter und beherbergt einen Versammlungs- und Schulungsraum, einen Lagerraum, ein Büro und einen Technikraum. Der 185 Quadratmeter große Ausstellungsraum biete genug Platz für interne Schauen, überregionale Ausstellungen und die regelmäßigen Märkte. Das neue Futtermittellager ermögliche es, für Mitglieder und Interessierte Futtermittel, zum Beispiel für Tauben, Geflügel oder Ziergeflügel, bereit zu halten.

Auch die Geschichte und den Zweck des Vereins stellte der Vorsitzende kurz vor. Gegründet 1902, sei dieser nach dem Zweiten Weltkrieg 1950 wieder gegründet worden und seit 1987 in der Marktgemeinde Teisendorf ansässig, zuerst im Gasthof Reinerwirt, und danach bis zum Umzug ins neue Heim in einem bäuerlichen Anwesen in Unterstetten. Derzeit besteht der Verein aus 264 Mitgliedern, darunter viele aktive Züchter, und 31 Kinder. Im Zentrum steht die »generationsübergreifende Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch zwischen den Züchtern und allen interessierten Tierfreunden«.

Es sei beeindruckend gewesen, mit welchen »kreativen Ideen, großem Elan, gutem Sachverstand und handwerklichem Geschick« das Bauvorhaben in »rekordverdächtigen« zehn Monaten Bauzeit fertiggestellt worden sei, schilderte Franz Klinger begeistert. Der Zuschuss der Berchtesgadener-Landesstiftung, den der Landrat in Aussicht gestellt habe, sei finanziell der Startschuss gewesen.

Landrat Georg Grabner erklärte, warum die Stiftung hier einsprang: Durch den Erhalt wertvoller, alter, einheimischer Nutztier- und Haustierrassen und den Schutz der einheimischen Vogelwelt trage der Verein zur Heimatpflege bei und vermittle jungen Menschen Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor der Natur und dem Leben.

Bürgermeister und Schirmherr Thomas Gasser verglich in seinem Grußwort die Stationen der Vereinsgeschichte mit Vögeln. Wie Zugvögel seien die Mitglieder von Vereinsheim zu Vereinsheim gezogen. Beim Bau seien dann die Weisheit der Eule, das hartnäckige Anklopfen des Spechts, der kunstvolle Nestbau eines Webervogels und vieles mehr wichtig gewesen. Er schenkte Wolfgruber ein Gemeindewappen, ein Fass Freibier und einen Sondersud der Teisendorfer Brauerei und kündigte eine besondere Ehrung von Wolfgruber durch die Gemeinde für 40 Jahre Vereinsleitung an.

Der Vorsitzende überreichte Gasser und seinem Vorgänger Schießl, der das Ganze in die Wege geleitet hatte, Erinnerungs-Bierkrügerl. Franz Klinger und Anton Maier gaben mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an Wolfgruber das Zepter wieder aus der Hand.

Pfarrer Parzinger: »Tiere als Mitgeschöpfe achten«

Den kirchlichen Segen über das Gebäude, die Tiere und zwei Kreuze, die danach gleich aufgehängt wurden, sprach Pfarrer Anton Parzinger. »Hilf uns, die Tiere immer als Mitgeschöpfe zu achten«, lautete eine Fürbitte. In einer Litanei wurden alle für die Tierwelt zuständigen Heiligen um Beistand gebeten. Viel Andrang gab es bei einer kleinen Vogelausstellung. Die Kinder konnten beim Hühnerquiz mitmachen, verschiedene Arten von Eiern bewundern oder mit Jugendwart Beate Frimmel T-Shirts mit Natur- und Vogelmotiven gestalten.

Musikalisch umrahmt wurde die von Heini Abfalter moderierte Feier von der Tal-Berg-Musi. vm