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Neue Gesichter, frischer Elan

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Übersee. Mit neuen Gesichtern und frischem Elan geht die Übersee-SPD in den Wahlkampf. »Der Ortsverein ist gut für die Zukunft gewappnet. Nach einem altersbedingten Umbruch bietet die kleine, aber feine Kandidatenliste einen Querschnitt durch die Gesellschaftsstruktur der Chiemseegemeinde«, betonte der Vorsitzende Franz Gnadl. Mit Ideen und großer Motivation wollen die zehn Bewerber dazu beitragen, dass Übersee wieder lebens- und liebenswert wird.


Angeführt wird die Liste von Volker Eidner. Mit Christian Keller, Jens Kirchner und Moritz Eidner folgen drei junge Kandidaten. Die Damenriege führt Yvonne Schenzinger an. Mit Claudia Maier, Maria Steinert und Sabine Gaugler gewann die SPD drei Überseerinnen, die sich seit langem aktiv ins Gemeindeleben einbringen. Dazu tragen Korinna Stellmann und Hildegard Fink große Lebenserfahrung bei.

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Bei den Themen steht der Mensch im Mittelpunkt. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht das Altenheim, für das sich Gnadl bereits als Bürgermeister eingesetzt hatte. »Wenn wir unsere Senioren im Dorf behalten wollen, muss dazu aber auch größtmögliche Barrierefreiheit im Ort gewährleistet sein. Davon profitieren nicht nur ältere Mitbürger und Menschen mit Handicap, sondern auch Eltern mit Kinderwagen und unsere Urlaubsgäste«, so Volker Eidner.

Keller monierte die Zersiedelung und die massive, nicht ortsangepasste Bebauung. Er regte einen Dorfentwicklungsplan an. »Der unstrukturierte Bauwahn muss aufhören. Dazu ist es aber notwendig, nicht immer nur von Baugrundstück zu Baugrundstück zu planen«.

Schenzinger beklagte: »Immer mehr Kleinstvermieter geben auf, weil es ihnen an der nötigen Unterstützung fehlt«. Ihr Hauptthema sei die Stärkung der privaten Vermieter und sanften Tourismus. Auch die Vernetzung von Verkehrsverein und Vermietern sei verbesserungswürdig. Zur Verbesserung des Tourismus gehört für Kirchner ein attraktives Kultur- und Veranstaltungsangebot: »Die Seefeste im Sommer waren für Touristen und Einheimische ein Höhepunkt. Aber inzwischen gibt es keine Auswahl mehr, abends in Übersee fortzugehen.«

Ein weiteres Anliegen ist die Bürgerbeteiligung. Deshalb sollen zu allen Projekten, die prägenden Charakter für Übersee haben, Bürgergespräche stattfinden. »Es gibt in der Bevölkerung große Fachkenntnis zu den unterschiedlichsten Themen und Bereichen. Diese gilt es, für Projekte und damit für die Entwicklung Übersees zu nutzen«, betonte Volker Eidner.

Die Kandidaten mahnten einen respektvollen Umgang miteinander an. »Es darf nicht sein, dass man böse beschimpft und verunglimpft wird, nur weil man nicht die Meinung der anderen vertritt. Jeder sollte das Recht auf eine eigene Meinung haben und diese auch nach außen tragen dürfen«. Einstimmig war die Entscheidung, die Kandidatur Anton Stefanuttis zum Bürgermeister zu unterstützen. »Anton Stefanutti ist traditionsbewusst, glaubwürdig, überparteilich und ein Bürgermeister für alle Überseer!«, lautete der einstimmige Tenor der Versammlung.