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Neue Fuß- und Radwegbrücke in Marquartstein »schwebte« in der Luft

Viele Schaulustige wollten gestern dabei sein, als die neue Marquartsteiner Fuß- und Radwegbrücke über der Tiroler Achen schwebte: Ein riesiger, zweiarmiger Kran hob die 80 Tonnen schwere und 60 Meter lange Stahlkonstruktion in einem Stück über den Fluss und setzte die Brücke in Millimeterarbeit genau auf den Widerlagern an beiden Ufern auf. Auch dank des idealen Wetters mit Sonnenschein und kaum Wind klappte die Sache reibungslos. »Eine tolle Konstruktion«, war von vielen Zuschauern zu hören, die das elegante, feingliedrige Brückenbauwerk bewunderten. Das Besondere an der Bogenbrücke ist das nach außen ragende einseitige Tragwerk mit gekreuzten Hängestäben, die die Konstruktion so stabilisieren, dass keine Stützpfeiler notwendig sind. »Der Netzwerkbogen ist eine effiziente Konstruktion mit dem geringstmöglichen Materialaufwand«, erklärt der Planer der Brücke, Architekt Richard Dietrich aus Traunstein, der in ganz Europa für seine Brücken bekannt ist. In den kommenden Wochen wird die Fuß- und Radwegbrücke in Marquartstein noch auf den Widerlagern verschweißt und ein besonderer, rutschfester Belag auf die Gehbahn aufgebracht. Außerdem soll die neue Brücke in Marquartstein nach Beschluss des Gemeinderats die erste mit einer beheizbaren Gehbahn sein, um auch im Winter die Rutschgefahr auszuschließen. Für die Öffentlichkeit wird die neue Brücke ab Montag, 15. Oktober, geöffnet, wenn Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer um 10.30 Uhr das neue Marquartsteiner Brückenbauwerk eingeweiht hat. (Foto: Giesen)

 
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